4. November 2022
St. Georg

Eine neue Pastorin für St. Georg

Dorothea Frauböse wurde als Theologin offiziell in ihr Amt eingeweiht

Dorothea Frauböse ist die neue Pastorin in St. Georg. Sie freut sich auf ihre neuen Aufgaben im Stadtteil Foto: Grell 

ST. GEORG Die neue Pastorin in der evangelischen Kirchengemeinde in St. Georg heißt Dorothea Frauböse. Am vergangenen Wochenende wurde die Theologin offiziell in ihr Amt eingeweiht.

Dass sie einmal direkt vor ihrer Haustür arbeiten würde, hatte die 45-jährige gebürtige Schleswig-Holsteinerin niemals gedacht, denn seit über drei Jahren schaut sie aus der gemeinsamen Dienstwohnung, die ihr Mann zugewiesen bekommen hatte, bereits auf die Kirchturmspitze ihres heutigen Arbeitsplatzes. „Als die Stelle hier ausgeschrieben worden war, hab ich mich spontan beworben“, erinnert Dorothea Frauböse, die bis dahin in Altona in der Öffentlichkeitsarbeit tätig war. „Das ist jetzt wirklich der Arbeitsbereich, der mich glücklich macht“, strahlt die gerade ernannt Pastorin aus St. Georg, die ihre neue Gemeinde jetzt erst einmal ganz in Ruhe kennenlernen möchte, bevor sie vielleicht noch ein paar eigene Ideen einbringen wird.

Besondere Gemeinde

Die Mischung im Stadtteil, in dem arm und reich gleich nebeneinander zusammenleben und die Vielfalt der Menschen, die hier in der Nähe des Hauptbahnhofes aus aller Welt zusammenkommen, mache ihre Aufgabe so interessant, „diese Gemeinde strotzt einfach vor Besonderheiten“. Themen gebe es zur Zeit viele in der Gemeinde und gerade in Krisen-Zeiten seien die Nachbarn aus dem Quartier vielleicht wieder auf der Suche nach mehr Halt und Hoffnung im Glauben, vermutet die neue Pastorin, die ihre Gemeinde besser kennenlernen möchte, um zu erkennen, was hier noch gebraucht werde. Die Gemeinde sei schon durchweg gut organisiert und engagiert und „hier kann einfach jeder so kommen, wie er ist“. Selbstverständlich sei das nicht, betont Dorothea Frauböse, die schon viele andere Kirchengemeidnen kennengelernt hat und sich gern auf Beerdigungen vorbereitet, aber auch genauso viel Freude an einer schönen Taufe hat. Und welches sind die Probleme im Stadtteil, die es noch zu lösen gibt? Dorothea Frauböse sieht es als eine große Herausforderung an, sich als Gemeinde auch für die Armen und Obdachlosen im Viertel zu engagieren. „Wir haben hier die Suppenküche, zu dem Menschen kommen können, die sich bei einer warmen Mahlzeit ein wenig geschützt fühlen können.“ Und wie war der Start im neuen Amt? In ihrer neuen Gemeinde fühlt sich Dorothea Frauböse gut aufgenommen und „von allen absolut herzlich empfangen“. Jetzt ist die gerade ernannte Pastorin gespannt auf die Aufgaben, die vor ihr liegen und die vielen Geschichten, die sie hier erleben darf.

Auch interessant