4. November 2022
Ausgabe Winterhude

Betreuungsrecht sorgt für Kritik

Zehn Vereinen droht geringere Förderung

Kerrin Stumpf ist Geschäftsführerin des LmBHH-Elternvereins und leitet den Betreuungsverein für behinderte Menschen Foto: wh

HAMBURG Die Justizbehörde plant ab 2023 im neuen Betreuungsrecht eine geringere Förderung der zehn Betreuungsvereine in Hamburg.

Kerrin Stumpf kritisiert diese Pläne. „Aktuell sind wir noch in Gesprächen“, erklärt sie. Sie leitet den Betreuungsverein für behinderte Menschen und ist Geschäftsführerin des Elternvereins Leben mit Behinderung Hamburg (LmBHH). „Die Stadt sieht nur noch die Hälfte der bisherigen Förderung für die Vereine vor.“

Zusätzliche Leistungen müssten sie mit neuem Aufwand geltend machen. Doch jede rechtliche Betreuung, meist übernommen von Angehörigen oder Ehrenamtlichen, brauche eine gute, niedrigschwellige Beratung. „23.000 rechtliche Betreuungen für Senioren und Menschen mit Behinderung gibt es in Hamburg, gut die Hälfte davon übernehmen Ehrenamtliche.“ Dabei habe die Stadt die Finanzierung der zehn Vereine bereits mehrfach gekürzt.
Der LmbHH-Betreuungsverein für behinderte Menschen sei auf jeden Fall weiter für Bürgerinnen und Bürger da, die Menschen mit Behinderung rechtlich unterstützen: „niedrigschwellig, qualifiziert und mit vielen Angeboten“, betont Kerrin Stumpf.

Hotline Mo–Fr 9–16 Uhr unter T 200 14 14; Info: www.derelternverein.de/rechtliche-betreuung.html

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