1. Juli 2020
Wandsbek

Wo Fischotter und Eisvogel leben

Neues Naturschutzgebiet umfasst 31 Hektar

Galloway-Rinder grasen am Höltigbaum­ Foto: tel

WANDSBEK Der Senat hat die Auen- und Wiesen­flächen an der Diekbek zum 36. Naturschutzgebiet (NSG) in der Hansestadt erklärt. Es handelt sich um eine 31 Hektar große Fläche entlang des kleinen Alster-Nebenflusses im nordöstlichen Bereich des Stadtteils Duvenstedt, wo unter anderem Fischotter und Eisvogel leben.

Das neue Naturschutzgebiet schließt eine Lücke zwischen den vorhandenen NSGs Wittmoor und Wohldorfer Wald. Gleichzeitig wurden die beiden Rahlstedter Schutzgebiete NSG Höltigbaum und NSG Stapelfelder Moor um 8,4 und 17 Hektar vergrößert. Alle Hamburger NSGs machen mit 7333 Hektar fast zehn Prozent der gesamten Stadtfläche aus.

Hinzu kommen Landschaftsschutzgebiete (LSGs), die addiert mit den Naturschutzgebieten beinahe 30 Prozent der Landesfläche bilden. Allein im Bezirk Wandsbek gibt es jetzt 13 Naturschutzgebiete mit zusammen mehr als 2100 Hek­tar (fast 30 Prozent der Hamburger NSGs), außerdem fünf Landschaftsschutzgebiete und vier Naturdenkmale. Das größte Wandsbeker NSG ist der Duvenstedter Brook mit 785 Hektar, das kleinste das Stapelfelder Moor mit 29 Hektar. „Hamburg ist das Bundesland mit dem höchsten Flächenanteil geschützter Natur“, erklärte Umweltsenator Jens Kerstan.

Der Senator kündigte an, dass bis zum Herbst zehn Ranger zur Betreuung der Naturflächen eingestellt werden. Sie sollen Besucher informieren, verfügen allerdings nicht über hoheitliche Rechte.

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