17. September 2022
Wandsbek

„Wir haben hier die nettesten Lehrer“

150 Jahre Matthias-Claudius-Gymnasium Schülerarbeiten im Quarree

Die 6e hat sich mit ihren Lieblingsorten im Quartier an einer Ausstellung beteiligt Foto: Grell

WANDSBEK Mit einer Gala, einer interessanten Festwoche und einer tollen Ausstellung im Lichthof des Quarrees feiert das Matthias-Claudius-Gymnasium in diesem Monat sein 150. Schuljubiläum.

Schulleiterin Rotraud Nesemeyer gab zur Eröffnung der Festwoche Einblicke in die lange und interessante Geschichte der Schule, die bereits im Oktober 1872 gegründet wurde und zunächst den für die heutigen Schüler etwas skurril klingenden Titel der „Höheren Bürgerschule mit Gymnasialklassen zu Wandsbek“ erhielt und zunächst als reines Jungengymnasium funktionierte. Benannt nach dem Dichter Matthias Claudius ist die Einrichtung heute fünfzügig und über 1000 Schüler, selbstverständlich Mädchen und Jungen, werden aktuell von mehr als 80 Lehrern unterrichtet.

Damit sei die Schule eine der größten der Stadt und gehört mit ihrer naturwissenschaftlichen Ausrichtung auch gleichzeitig noch zu den “beliebtesten Gymnasien Hamburgs”, meinen die Schüler. Schon am 15. August 1890 bekam die Schule ihren Namen zum 150. Geburtstag ihres Namensgebers und erhielt gleichzeitig ein Bronzerelief des Dichters, das der Künstler Aloys Denoth angefertigt hatte.

Mit dem ersten Gebäude, das heute „der Altbau” genannt wird, startete dann auch die lange Geschichte der Schule. Erst in den 1930-er Jahren wurde das Haus zur Schloßstraße hin erweitert und erhielt endlich auch eine Zentralheizung und Toiletten für die Schüler.

Leider wurde das prachtvolle Gebäude nur 13 Jahre später bei einem Bombenangriff fast vollständig zerstört und konnte erst im Herbst 1945 in fünf Räumen des Anbaus, die erhalten geblieben waren, wieder in den Unterricht starten. Doch 1959 war der ursprüngliche Altbau dann endlich wiederhergestellt, wobei der Haupteingang damals vom Marktplatz zur Witthöftstraße verlegt wurde.

Während das Matthias-Claudius-Gymnasium noch bis 1974 ein reines Jungengymnasium war, startete in den kommenden Jahren eine Zusammenarbeit mit dem Charlotte-Paulsen-Gymnasium.
Die Schüler wurden nun gemeinsam unterrichtet. Durch den Ausbau des Nachmittagsunterrichtes wurde auch das MCG ab 2004 offene Ganztagsschule und erhielt drei Jahre später eine gigantische Mensa, in der die Schüler jetzt zwischen den Unterrichtseinheiten und dem Nachmittagsangebot mit leckerem Mittagessen versorgt werden.

Jubiläumsprogramm

Für das Jubiläums-Programm haben sich alle Klassen gemeinsam etwas überlegt und die 6e ist beispielsweise mit ihren „Lieblingsorten im Stadtteil” bei der Ausstellung im Lichthof des Quarrees dabei und zeigt neben blühenden Wiesen, die den Bezirk „so schön bunt machen”, auch das Quarree, in dem man so toll shoppen kann und das Schulgebäude, das für viele einen der schönsten Orte im Viertel darstellt. Das absolute Highlight der Schule heute seien die Lehrerinnen und Lehrer: „Wir haben hier einfach die nettesten Lehrer.”

Kulturfest, Di 20. 09., 16–20 Uhr auf dem Schulgelände, Witthöfftstraße 8, Ausstellung im Quarree vom 17. bis 23. September im Lichthof und während der Öffnungszeiten

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