6. März 2021
Wandsbek

Treppe für Fische

LSBG investiert 2,3 Millionen Euro

Fische

Aktuelle Bauarbeiten an der Schleuse Poppenbüttel: das alte Mauerwerk musste entfernt werden Foto: tel

WANDSBEK Meerforelle, Aal und wo möglich sogar der Atlantische Lachs dürfen sich schon mal auf ein kuscheliges „Raugerinne“ freuen. Denn damit wird die neue Fischaufstiegsanlage an der Poppenbüttler Schleuse ausgestattet.

Die Arbeiten für das rund 2,3 Millionen Euro teure Projekt, das vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) im Auftrag des Bezirksamtes Wandsbek realisiert wird, haben mit dem Neubau des Wehres begonnen. Fußgänger und Radler können die Brücken und den Wanderweg an der Schleuse dennoch weiterhin nutzen.

Fischaufstiegsanlagen, auch Fischtreppen genannt, dienen der Erhaltung der gewässertypischen Arten, die in den Quellbereichen der Flüsse und Bäche laichen. Umweltsenator Jens Kerstan hatte ein entsprechendes Programm für die Alster gestartet, das nach bereits erfolgter Fertigstellung von Mühlen- (Schaartor-), Rathaus- und Fuhlsbüttler Schleuse jetzt in die entscheidende Phase tritt: Nach der Anlage in Poppenbüttel, die im Oktober fertiggestellt sein soll, fehlen auf Hamburger Gebiet noch die maroden Mellingburger- und Wohldorfer Schleusen.

An der Wandse, dem längsten Nebengewässer der Alster, sind die Fischaufstiege bereits umgesetzt, in Bau oder in Planung. Am Holzmühlenteich wird eine Entschlammung als erster Bauabschnitt vorbereitet, am Eichtalteich und Öhlmühlenteich/Nordmarkteich liegt die Entwurfsplanung vor. Geplant wird auch am Wandseredder. Am Pulverhofteich ist die Aufstiegshilfe fertig. Auch zur Osterbek gibt es fertige Pläne. Und an der Alster soll die Mellingburger Schleuse 2022 saniert und bis 2024 mit einer Aufstiegshilfe versehen werden.

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