28. August 2021
Wandsbek

Sturz auf dem Gehweg – Schulter gebrochen

Allensteiner Straße Anwohner berichtet Bezirksamtsleiter von Stolperfallen

Zeitungszusteller Werner Hahnkamm ist nach einem Sturz krankgeschrieben Foto sim

WANDSBEK Der 74-jährige Werner Hahnkamm aus der Allensteiner Straße bessert als Zeitungszusteller seine Haushaltskasse auf. Mit Arbeit und viel Bewegung halte er sich zugleich fit. Gegenwärtig ist der Rentner jedoch krankgeschrieben. Seinen Angaben zufolge stürzte er am 7. Juli 2021 in Höhe der Allensteiner Straße 20 über eine schiefe Gehwegplatte, hat sich dabei die Schulter gebrochen. Werner Hahnkamm wollte zu einer Kirchenveranstaltung. Einige Tage später zeigt er an der Unfallstelle auf den unebenen Gehweg, wo Betonkanten bis zu zwei Zentimeter herausragen.

Der Mann aus der Allensteiner Straße hatte bereits in den Monaten zuvor mehrfach böse Erfahrungen mit unebenen Gehwegen gemacht, besonders auf seinen Touren als Zeitungszusteller. Er stolperte, stürzte aber nicht. Zu seinem Zustellbereich gehören zum Beispiel Lesserstraße, Holzmühlenstraße, Hinschenfelder Stieg, Auf dem Königslande, Walddörferstraße, Wendemuthstraße, Kattunbleiche und Wandsbeker Zollstraße. Viele Gehwegplatten seien schief, wackeln und würden mit den Betonkanten mehrere Zentimeter herausragen, meint der gelernte Außenhandelskaufmann, der viele Jahre bei der Hermes Kreditversicherung arbeitete. Er habe in seinem Zustellgebiet bisher aber nur ein Schild mit der Aufschrift „Stolpergefahr! Unebener Gehweg“ entdeckt. Der Rentner wünscht sich, dass schiefe Gehwegplatten rasch aufgenommen und ausgebessert werden. Bei der Bahn gebe es doch auch Streckenläufer, die für die Sicherheit der Menschen sorgen.

Während der telefonischen Bürgerprechstunde des Bezirksamtsleiters Mitte Juli schilderte Werner Hahnkamm seine Sorgen und machte auf die Misere mit den schiefen Gehwegplatten aufmerksam. Thomas Ritzenhoff habe zugesagt, eine schriftliche Antwort zu geben, erklärte der Rentner. Das Bezirksamt habe bisher aber noch nicht reagiert.

Nach Ansicht der Verwaltung gibt der allgemeine Gehweg-Zustand an der Allensteiner Straße keine Veranlassung, Hinweisschilder aufzustellen. Aktuell sind einige Platten durch Baumwurzeln leicht hochgedrückt, wie das Bezirksamt Wandsbek auf Anfrage des Wochenblattes mitteilte. Dies wurde aufgenommen und „wird im Zuge von anderen Sanierungsarbeiten mit bereinigt“. Der Petent erhalte kurzfristig eine Antwort.

Stolpergefahr an sieben Standorten im Kerngebiet
An 26 Standorten im Bezirk Wandsbek stehen Hinweisschilder mit der Aufschrift „Stolpergefahr! Unebener Gehweg“, davon sieben im Kerngebiet. Besonders betroffene Stadtteile gibt es nicht, wie das Bezirksamt auf Anfrage des Wochenblattes mitteilte. Die Hinweisschilder werden dann aufgestellt, wenn mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kurzfristig keine Abhilfe geschaffen werden kann. Dabei gehe es in erster Linie um Gehwege, die in ihrer Gesamtheit ein schwerwiegenderes Schadbild aufweisen und mehr Mittel erforderlich werden, um die Schäden zu bereinigen, erklärte die Verwaltung. Wenn bei der Begehung ein Schadensfall mit mehr als drei Zentimeter Höhenunterschied zwischen den Gehwegplatten festgestellt werde, werde dies umgehend beseitigt. Das Bezirksamt kooperiere in dieser Sache auch mit dem Bezirks-Seniorenbeirat Wandsbek. Die Anregungen werden stets aufgenommen und, soweit möglich, berücksichtigt.

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