4. Juni 2021
Wandsbek

Stolperfall-Programm einfach eingestellt

Mahnung „Thema darf nicht in Vergessenheit geraten“

Stolperfallen in Wandsbek werden zwar nicht mehr per Programm bekämpft, sind aber weiter aktuell Foto: tel

WANDSBEK / BRAMFELD Wie geht es weiter im Kampf gegen Stolperfallen auf Gehwegen im Bezirk? Das wollte die Wandsbeker CDU-Fraktion im Ausschuss für Mobilität und Verkehr („MoWi“) debattiert haben.

Ziemlich erstaunt nahm der Ausschuss die Information von Fachamtsleiterin Heinke Wiemer entgegen, dass ein Nebenflächenprogramm, wie es vom Bezirk 2016 nach anhaltender Kritik vor allem von Seniorenvertretern aufgelegt wurde, nicht mehr existiert. Wiemer: „Das Programm ist 2020 eingestellt worden. Für Nebenflächen gibt es keine Mittel.“
Wie der Mittelansatz im (zu dieser Zeit noch nicht verabschiedeten) Haushalt genau aussieht, darüber gab es durchaus unterschiedliche Ansichten. Während CDU-Mann Jörn Weiske „in der Summe von investiven und konsumtiven Haushaltsmitteln ein Minus von rund 323.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr“ ausmachte, kam SPD-Vertreter John-Patrick Martens „unterm Strich auf 803.000 Euro mehr Mittel“.

Welcher Rechnung die Mitglieder auch folgen mochten, in Einem war man sich einig: Dass in Sachen Stolperfallen weiterhin Anstrengungen geboten sind. Zwar sicherte Wiemer zu, dass „die Verkehrssicherheit der Flächen nach wie vor gewährleistet“ sei. Aber Helmut Hurtz, Vorsitzender des Bezirksseniorenbeirats, mahnte bereits: „Verkehrssicherheit allein ist nicht genug. Das Thema Stolperfallen darf nicht in Vergessenheit geraten.“

Laut Wiemer gehen monatlich rund 1000 Anregungen und Meldungen zu entsprechenden Schäden ein. Einbezogen in diese Zahl seien auch Doppelmeldungen. Wenn etwa über den Melde-Michel, per Bürgerbrief oder die Wegewarte Schäden gemeldet würden, könnten diese kurzfristig behoben werden. Im Ergebnis waren sich Koalition und Opposition einig: Auf den Nebenflächen ist mehr nötig als nur für Verkehrssicherheit zu sorgen. Deshalb wurde dann auch ein leicht geänderter CDU-Antrag zum entsprechenden Haushaltsentwurf einstimmig beschlossen: Die Verwaltung wird aufgefordert ein Konzept vorzulegen, wie die weitere kontinuierliche Erhaltung/Verbesserung der Nebenflächen erfolgen soll.

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