28. August 2021
Wandsbek

Sportlich ins neue Schuljahr

Das Matthias-Claudius-Gymnasium reagiert auf Corona: Tägliches Training in Klassenräumen

Mitarbeiter der Speedfactory Hamburg bereiten Schüler einer 7. Klasse auf den Leistungstest vor Fotos: sim

WANDSBEK Nach den Corona-Lockdowns mit dem Distanzunterricht möchte das Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) „Kinder in Bewegung bringen“. In Kooperation mit der Speedfactory Hamburg wurde ein Projekt gestartet, um den etwa 750 Schülern der Klassen fünf bis zehn nach dem vergangenen Pandemieschuljahr täglich einen „körperlichen und kognitiven Restart“ anzubieten.

Auf dem Programm stehen Gymnastik- und Yogaübungen in Klassenräumen sowie Lauftraining auf dem Schulhof beziehungsweise in der Turnhalle.
Die Palette der Angebote reicht vom kollektiven Frühsport mit „Early Bird“-Training, das von Lehrern und Schülern gestaltet wird, über Bewegung im Fachunterricht bis hin zum „Kopfstand“ nach der Mittagspause. Dabei gehe es nicht um diese spezielle Turnübung, sondern um ein entwickeltes Training, das die Lernbereitschaft anregt, erklärt Speedfactory-Mitinhaber Sven Munderloh. Zudem werden alle Sportstunden mit einem speziellen Programm aus Koordination, Kraft und Ausdauer bereichert.

Für Freude an der Bewegung sorgen auch eine 15-Meter-Sprintanlage, ein Reaktionstest, eine Ausdauerübung und ein Geschwindigkeitsbrett, bei dem es in 15 Sekunden um möglichst viele Berührungen mit den Füßen geht. Die Ergebnisse werden notiert. Einige Monate später absolvieren die Mädchen und Jungen nochmals die vier Disziplinen, dann können sie sehen, ob sich ihre Leistungen verbessert haben.

Der zwölfjährige Marten aus einer 7. Klasse freut sich über die vielfältigen Sportangebote. Bewegung sei wichtig für Körper und Geist, meint der Junge, der beim TH Eilbek Handball spielt. Mats ergänzt, bezeichnet die sportliche Betätigung als Ausgleich zum Sitzen im Unterricht.

Für Miriam Wöllfert, Leiterin der MCG-Sportfachschaft, war schon früh im Lockdown klar, dass nach den Sommerferien 2021 aktiv gegengesteuert werden muss, denn die Auswirkungen des Distanzunterrichts gingen nicht spurlos an den Schülerinnen und Schülern vorbei. Die Idee des Restarts traf am Gymnasium auf große Zustimmung. Die Bewegung diene der Aktivierung und der Vorbereitung auf den Unterricht, so Wöllfert. Schulleiterin Rotraud Nesemeyer hebt hervor, dass mit der Speedfactory der „ideale Partner“ gefunden wurde. Das Projekt werde von der Mobil Krankenkasse finanziell unterstützt.

Beim Geschwindigkeitsbrett geht es in 15 Sekunden um möglichst viele Berührungen mit den Füßen

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