14. Mai 2022
Wandsbek

Sicherer radeln in der Morewoodstraße

Radverkehr entgegen Fahrtrichtung geplant

Für die Morewoodstraße wurde vorgeschlagen, die  Einbahnstraße für das Radfahren in Gegenrichtung freizugeben. Einiges spricht dafür, anderes dagegen Foto: Menzel

WANDSBEK Das Anliegen, den Radverkehr in der Morewoodstraße teilweise entgegen der Fahrtrichtung der Einbahnstraße freizugeben, soll trotz anderslautender Empfehlung weiterverfolgt werden.

Der Fachausschuss für Mobilität und Wirtschaft der Bezirksversammlung Wandsbek hat auf seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Antrag von SPD und Grünen mehrheitlich beschlossen. Das Bezirksamt Wandsbek wird gebeten, Planungen mit dem Ziel aufzunehmen, auf dem Abschnitt zwischen Rüterstraße und Böhmestraße die baulichen Voraussetzungen für die Freigabe des Radverkehrs entgegen der Fahrtrichtung der Einbahnstraße zu schaffen. Dafür sei das halbachsige Gehwegparken auf der Westseite des Abschnittes aufzuheben. Der Beschluss sieht zudem vor, in der Morewoodstraße auf der gesamten Länge eine Tempo-30-Zone einzurichten.

Rad-AG gab Anstoß

Den Anstoss für die Diskussion hatte die Rad-AG mit einer Eingabe gegeben (das Wochenblatt berichtete). Sie ist eine Arbeitsgemeinschaft, zu der vier Schulen aus dem Kerngebiet Wandsbek gehören. Mit den Anregungen könnten Radfahrer die Morewoodstraße auch von der Wandsbeker Zollstraße aus nutzen, hieß es. Die Schulen seien so deutlich besser von Norden kommend zu erreichen.

Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) sowie das Polizeikommissariat (PK) 37 nahmen dazu bereits Stellung: Danach gibt es gundsätzlich keine Einwände gegen die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Morewoodstraße. Die Einbahnstraße für das Radfahren in Gegenrichtung freizugeben dagegen würde gleich mehrere potenzielle Konflikte auslösen, zum Beispiel an der Ampelanlage Morewoodstraße/Rüterstraße.

Zudem sei die Fahrbahn laut PK 37 sehr schmal. Sollte der Wunsch der AG-Rad trotzdem weiterverfolgt werden, müsse das Thema wegen der Ampelanlage zur weiteren Prüfung an die Verkehrsdirektion (VD) 52 gerichtet werden, teilte das PK 37 weiter mit.

Hohes Konfliktpotenzial

Diese Möglichkeit sollte unbedingt genutzt werden, meint Patrick Martens (SPD). Es gehe um einen sicheren Schulweg für Radfahrer. Die CDU ist für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone, lehnt aber die Freigabe des Radverkehrs entgegen der Fahrtrichtung der Einbahnstraße ab. Die Partei folgt damit den Ausführungen der Polizei, die ein „hohes Konfliktpotenzial zwischen den Verkehrsteilnehmern“ sieht. Dem Wunsch der Rad-AG könne nach Abwägung aller Kriterien nicht entsprochen werden.

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