20. November 2021
Wandsbek

Schutz in Moos-, Minz- und Weißgrün

Bahn: So sollen die Lärmschutzwände aussehen

Verwittert und verschmiert: Die alten Lärmschutzwände haben bald ausgedient Foto: je

WANDSBEK/MARIENTHAL Sie sind ein Muss! Die sechs Meter hohen Lärmschutzwände, die links und rechts an der neuen S-4 -Strecke hochgezogen werden sollen, sind vorgeschrieben.

Insgesamt werden sie im ersten Bauabschnitt zwischen der S-Bahn-Station Hamburg-Hasselbrook und der Luetkensallee eine Strecke von 9,5 Kilometern einnehmen. Eingerechnet sind dabei die vier Meter hohen Wände, die im Bereich Hasselbrook zusätzlichen Lärmschutz zwischen Fern- und S-Bahn geben sollen. Auch wenn sie die Anwohner schützen sollen, so bereiten die hohen Wände vielen Bürgern doch Magengrimmen. Das wurde deutlich während einer Sitzung vom Kerngebietsausschuss.

Dort stellten zwei Fachfrauen der Bahn das Konzept für den Lärmschutz vor. Bis diese stehen, wird aber noch viel Zeit vergehen, da an vielen Stellen zuerst der Gleisbau ansteht. Die Gleisbauer benötigen die freien Wege. Erst nach Abschluss der Arbeiten können die Lärmschutzwände gebaut werden. Vor dem Bau der Wände sollen unter anderem die Unterführungen im Bereich Claudiusstraße und Schloßgarten bis Ende 2023 fertiggestellt werden.

Auch die Farbe der Lärmschutz-wände steht schon fest. Die ersten 1,5 Meter am Boden sollen Moosgrün, die Mitte soll Minzgrün und die oberen drei Meter in Weißgrün gestaltet werden. Darauf legten sich die Behörden und das Bezirksamt in Absprache mit der Bahn fest. Über diesem Beschluss zeigten sich die Abgeordneten im Kerngebietsausschuss verärgert. Sie wären gerne in die Entscheidung mit einbezogen worden, zumal sich viele Bürger mit Pflanzen begrünte Lärmschutzwände wünschen. Eine Naturbegrünung sei jedoch laut Bahn gemäß den aktuellen Regeln der Technik nicht möglich und daher nicht vorgesehen.

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