4. Juni 2021
Wandsbek

Neuer Lärmaktionsplan

Ruhigerer Schlaf bei Tempo 30

Bürgerbeteiligung gefragt: Nächtliches Tempolimit für Gesundheitsschutz der Anlieger?Symbolfoto: GettyImages

WANDSBEK In Hamburg sind 130.000 Menschen nachts von Verkehrslärm über 55 dB betroffen. Das führt zu Schlafstörungen und gesundheitlichen Folgen. Deshalb will der Senat ab Mitte 2022 an 20 Straßenabschnitten Tempo 30 von 22 bis 6 Uhr einführen. 65 weitere Straßen sollen voraussichtlich von 2024 an dazukommen.

Im Bezirk Wandsbek sind von 2022 an betroffen: Ritterstraße/Wagnerstraße zwischen Wandsbeker Chaussee und Blumenau, Bramfelder Chaussee zwischen Bramfelder Dorfplatz und Steilshooper Allee, B 75 Wandsbeker Zollstraße/Ahrensburger Straße zwischen Holstenhofweg und Holzmühlenstraße und Ahrensburger Straße zwischen Ostende und Holstenhofweg.

Ab 2024 sind es unter anderem die Walddörferstraße zwischen Bezirksgrenze und Stephanstraße, die Tonndorfer Hauptstraße zwischen Wilsonstraße und Am Pulverhof und die Lesserstraße zwischen Pillauer Straße und Friedrich-Ebert Damm. Die Wandsbeker CDU-Fraktion lehnt die Maßnahmen ab: „Immer mehr Tempo 30 nachts auf Hauptverkehrsstraßen führt dazu, dass der Zeitvorteil verloren geht und viele dann gleich die kürzeren Wege durch die Wohngebiete nehmen“, sagte der CDU-Bezirksabgeordnete Sören Niehaus.

Das erhöht die Lärmbelästigung insgesamt für viele Menschen sogar deutlich. „Viel zielführender wäre es, stärker durch mobile Blitzer gegen nächtliche Raser vorzugehen“, so Niehaus.
Die rot-grüne Koalition begrüßt dagegen das nächtliche Tempolimit und betont den Gesundheitsschutz der Menschen.

Dies sei auch bereits im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen vereinbart, erste Vorschläge seien bereits eingebracht worden. Wichtig sei nun die Bürgerbeteiligung.

Die Öffentlichkeit hat noch bis zum 25. Juni die Möglichkeit, online Stellung zu nehmen unter https://beteiligung.hamburg/laermaktionsplan

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