4. März 2021
Wandsbek

Neu: Arztbesuch per Mausklick

Die Asklepios Klinik Wandsbek bietet jetzt Videosprechstunde an

Videosprechstunde

Während der Probe klagt „Patientin“ Carolin Steinfort über Schmerzen im Knie. Chefarzt Dr. Müller kann sie beruhigen Foto: Jensen

WANDSBEK  Ein Besuch beim Chefarzt, ohne das Sprechzimmer zu betreten, das ist jetzt möglich. Seit Beginn dieser Woche werden
Videosprechstunden von der Asklepios Klinik Wandsbek angeboten. Zu dieser Sprechstunde können sich die Patienten übers Internet anmelden.
Im virtuellen Sprechzimmer werden sie dann von ihrem Arzt aufgerufen (angeklickt).

Es ist eine Technik, die sich in Zeiten der Corona-Pandemie als sehr nützlich erweist. Die Patienten müssen sich in Wartezimmern nicht vor einer Ansteckung fürchten.
Vor allem für ältere Patienten eine hilfreiche Neuerung. Es spart ihnen lange Anfahrtswege und Wartezeiten.

Bei dem Besuch des Wochenblatts in der Klinik erläutert Privatdozent Dr. Christian Müller, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie in der
Wandsbeker Klinik, wie Patienten die Videosprechstunde nutzen können. Sie melden sich auf der Web-site der Asklepios-Klinik für einen Termin an.
Zur abgemachten Zeit müssen sie im virtuellen Sprechzimmer auf den Aufruf des Arztes warten.

Beratung und Nachsorge

Für den Patienten kann diese Sprechstunde überall stattfinden. Vor dem PC im Wohnzimmer, mit Tablet oder Smartphone
auch während einer Pause im Büro oder bei einem Spaziergang im Park. Der Patient benötigt dafür eine Internetverbindung.

In den meisten Endgeräten sind Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ja bereits enthalten.
„Wir können Beratungsgespräche führen und nach Operationen den weiteren Verlauf der Nachsorge am Bildschirm erläutern.
Es ist auch möglich, Operationswunden oder Prellungen nach Unfällen optisch zu begutachten“, erklärt der Chefarzt.
Klinikmanagerin Carolin Steinfort und Dr. Müller haben im Vorfeld den Ablauf der Videosprechstunden immer wieder geprobt.
In einem Nebenzimmer des Büros wartete sie auf den Aufruf des Chefarztes.

„Generalprobe“ klappt

Bei einer Probe durfte das Wochenblatt dabei sein. Es klappt pünktlich und perfekt. In dem gespielten Sprechstundengespräch klagt die Klinikmanagerin:
„Ich bin gestürzt. Jetzt schmerzt mein Knie.“ Der Arzt fragt, ob sie das Knie noch bewegen kann. Die „Patientin“: „Ja, aber bei Belastung werden die Schmerzen schlimmer!“
Der Arzt kann sie beruhigen: „Es scheint nur eine Prellung zu sein. Sollten die Schmerzen in den nächsten Tagen nicht nachlassen, müssen Sie
unbedingt zur Untersuchung in die Klinik kommen!“ Chefarzt Dr. Müller:

„Letztlich sind Videosprechstunden eine Erleichterung für die Patienten.
Sie können viel Zeit sparen. Und bei einer Erkrankung im Urlaub ist es ihnen möglich, sich von Ärzten ihres Vertrauens aus ihrem Wohnbereich beraten zu
lassen.“
Mit den Videosprechstunden, an denen sieben Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen beteiligt sind, ist das digital perfekt ausgestattete
Wandsbeker Krankenhaus einer der Vorreiter der Asklepios-Kliniken in Hamburg.
In der Startphase bieten die Wandsbeker Ärzte in den Fachrichtungen Geriatrie, Allgemein- und Viszeral-(Bauch-)chirurgie, Urologie,
Gastroenterologie und Gefäßchirurgie eine Videosprechstunde pro Woche an.

Bald auch für alle

„Sollte diese Neuerung stark frequentiert werden, werden wir die Videosprechstunden an die Nachfrage anpassen“, sagt Carolin Steinfort.
Die Anbindung weiterer Abteilungen ist in Planung. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben richtet sich das Angebot der
Videosprechstunden zunächst an Selbstzahler und Privatpatienten. Die gesetzlich versicherten Patienten
sollen so schnell wie möglich in das Angebot einbezogen werden.

Chefarzt Dr. Christian Müller und Klinikmanagerin Carolin
Steinfort besprechen die Probe Foto: Jensen

 

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