19. März 2022
Wandsbek

Morewoodstraße wird begutachtet

Neue Regelung für Radverkehr kommt vorerst nicht

In der Morewoodstraße soll nach dem Wunsch der Rad-AG eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden Foto: sim

WANDSBEK Die aus vier Schulen bestehende Rad-AG hat Vorschläge für die Einbahnstraße unterbreitet. Die Verwaltung meldete sich nunmehr mit einer Stellungnahme zu Wort.

Sowohl die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) als auch das Polizeikommissariat (PK) 37 haben grundsätzlich keine Einwände gegen die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Morewoodstraße zwischen Wandsbeker Zollstraße und Neumann-Reichardt-Straße. Die Einbahnstraße für das Radfahren in Gegenrichtung freizugeben würde dagegen gleich mehrere potenzielle Konflikte auslösen.

Die Rad-AG hatte die Vorschläge unterbreitet. Sie ist eine Arbeitsgemeinschaft des Matthias-Claudius-Gymnasiums, des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums, der Grundschule Bovestraße und der Grundschule St. Joseph. Mit den Anregungen könnten Radfahrer die Morewoodstraße auch von der Wandsbeker Zollstraße aus nutzen. Die Schulen seien so deutlich besser von Norden kommend zu erreichen.

Die Bezirksversammlung hatte die Verwaltung in einem Beschluss gebeten, die aufgeführten Vorschläge der Rad-AG zu prüfen.
Das PK 37 gibt zu bedenken, dass Tempo-30-Zonen nur in Wohngebieten und nicht in Gewerbegebieten angeordnet werden. Dieser Grundsatz lasse jedoch Ausnahmen zu. Die Einbahnstraße für das Radfahren in Gegenrichtung freizugeben dagegen sei in der Tat sehr problematisch.

Mögliche Konflikte gebe es zum Beispiel an der Ampelanlage Morewoodstraße/ Wandsbeker Zollstraße. Zudem ist die Fahrbahn sehr schmal. Wenn ein Lkw entgegenkommt, würde nicht mehr viel Platz für Radfahrer bleiben. Ausweichflächen müssten zulasten vorhandener Parkplätze gebaut werden. Dem Wunsch, die Einbahnstraße für das Radfahren in Gegenrichtung freizugeben, könne daher nicht entsprochen werden.

Sollte der Wunsch der AG-Rad trotz anderslautender Empfehlung weiterverfolgt werden, müsse das Thema wegen der Ampelanlage zur weiteren Prüfung an die Verkehrsdirektion (VD) 52 gerichtet werden, teilte das PK 37 weiter mit.

Deshalb habe sich die Eingabe auch noch nicht erledigt, erklärte Patrick Martens (SPD). Er ist Mitglied im Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft sowie im Regionalausschuss Wandsbek.

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