15. Mai 2021
Wandsbek

Kungeleien im Hinterzimmer?

Schwere CDU-Vorwürfe in der Auseinandersetzung um Sportflächen

Schlechter Zustand: Umkleidekabine des Fußballplatzes Am Stühm-Süd Foto: tel

WANDSBEK „SPD und Grüne verlieren den Sport aus den Augen.“ Sören Niehaus von der CDU-Bezirksfraktion fuhr schweres Geschütz beim einzigen Debattenpunkt der jüngsten Bezirksversammlung Wandsbek auf.

Den aktuellen Anlass für den Tadel lieferten laut Niehaus SPD und Grünen, indem sie die Finanzierung des geplanten Kultur- und Bildungszentrums („KuBiz“) an der Berner Lienaustraße mit dem Verkauf von Sportflächen an anderer Stelle verknüpft haben – das Ganze „ohne breite öffentliche Diskussion im Hinterzimmer ausgehandelt“.

Niehaus bezeichnete das KuBiz als Prestigeprojekt der Koalition zulasten des Sports: „Mit dem Platz Am Stühm-Süd zahlt der Sport jetzt die Zeche.“ Dass sich der dortige Grandplatz seit Jahren in immer schlechterem Zustand befindet, hat laut Niehaus die Bezirksverwaltung zu verantworten.

Niehaus weiter: Bei einer wachsenden Bewohnerschaft braucht Wandsbek eigentlich mehr Sportflächen statt weniger.“ Auch Anke Ehlers (Linke) kritisierte das Vorgehen der Koalition und erinnerte an die erst kürzlich abgerissene Sporthalle nebst Schulgebäuden am Steilshooper Borchertring. Grünen-Vertreter Jan-Hendrik Blumenthal hielt dagegen: „Der TuS Berne und der Bramfelder SV benötigen den Fußballplatz Am Stühm-Süd nicht mehr“. Und SPD-Fraktionschef Marc Buttler meinte: Im Jahr 1986 ist vor dem Verwaltungsgericht ein Lärmvergleich mit den Anwohnern geschlossen worden, der die Nutzungszeiten des Platzes mitten im Wohngebiet stark einschränkte. Marc Buttler weiter: „An diesen Vergleich ist die Stadt nach wie vor gebunden.“ Und fügte hinzu: Eine Sanierung des Platzes mit einem Kunstrasenbelag sei von den Kosten her nicht tragbar. Dagegen eigne sich die Fläche für den Wohnungsbau.

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