5. November 2022
Wandsbek

Funktioniert die Koordination?

Straßenbau FDP-Fraktion kritisiert Schwachstellen

Die Wandsbeker FDP kritisiert Schwachstellen bei der Baustellenkoordination Foto: FDP-Fraktion

WANDSBEK Angesichts zahlreicher anstehender Straßenbaumaßnahmen in den Stadtteilen hat die FDP nachgefragt. Demnach stehen in den kommenden fünf Jahren insgesamt 74 Straßensanierungen auf dem Programm der bezirklichen Baustellenkoordination.

Die voraussichtlichen Bauzeiten liegen zwischen einem Monat und zwei Jahren. „Die Priorität der Baustellenkoordination liegt darin, den Einfluss von Behinderungen auf den Verkehrsfluss zu minimieren und Verkehrsbeziehungen aufrecht zu erhalten. Die Verkehrssicherheit hat hier die höchste Gewichtung“, heißt es in der Antwort des Bezirksamtes.

Die FDP reagierte „irritiert“ auf die erhaltenen Informationen.
Man habe die Liste auf die derzeit kritisch diskutierten Baustellen geprüft, so FDP-Fraktionschefin Birgit Wolff: „Angaben zur Rodigallee haben wir nicht gefunden, und auch die Grundinstandsetzung der Karlshöhe taucht hier gar nicht auf.“ Dies müsse geklärt werden.

Er habe nicht nur die Rodigallee in Jenfeld und Marienthal vermisst, so der FDP-Abgeordnete Finn Ole Ritter: „Wir vermissen auch Hinweise zu den großen Infrastrukturprojekten an der S4 und der U5. Man könnte fast meinen, dass die besonders großen und politisch forcierten Maßnahmen an anderer Stelle autark koordiniert werden.“

Schon frühere Anfragen hätten Schwachstellen in der Baustellenorganisation ans Licht gebracht, so Ritter. Immer wieder höre man die Vermutung, die Verkehrsbehörde ziehe politisch geliebte Projekte an sich und umgehe die bezirkliche Koordination.
Die FDP fordert, auch ernsthaft die Expertise der Anwohnerinnen und Anwohner etwa bei der Planung von Umleitungen mit einzubeziehen. „Wir werden hier also noch weiter und intensiver in den Austausch gehen müssen“, so Ritter.

Auch interessant