16. Juli 2022
Wandsbek

Für Recycling-Container ist kaum Platz vorhanden

Laut FDP und CDU ist Bezirk Wandsbek der Standort-Killer

Recyclingcontainer vor der Friedenskirche Berne: Auch dieser Standort ist umstritten Foto: tel

WANDSBEK Abfall-Recycling ist besonders ressourcen- und klimafreundlich. Es funktioniert aber nur, wenn die Bürger mitmachen. Besonders wichtig sind dabei wohnortnahe Standorte für die Recyclingcontainer. Und damit hapert es – offensichtlich ganz besonders – im Bezirk Wandsbek, wie CDU und FDP jetzt feststellten.

Der FDP-Bezirksabgeordnete Daniel Valijani hat sich in Sachen Containerstandorte schlau gemacht: „Die Umweltbehörde BUKEA will jetzt die Zahl der Glascontainer stadtweit von 900 auf 1000 erhöhen.“
Doch bei der Meldung von Standorten scheint besonders der Bezirk Wandsbek hinterher zu hinken. So stellte die BUKEA fest, dass allein im Bezirk Wandsbek rund 40 Standorte fehlen, nur um auf den Durchschnitt der Hamburger Bezirke zu kommen. Schuld daran sollen die Regionalausschüsse sein.

Nur in Wandsbek dürfen diese lokalen Gremien bei der Standortsuche mitreden, und immer wieder stellen sich Anwohner/-innen quer, weil der Betrieb der Glascontainer mit Lärm verbunden ist. Birgit Wolff, Vorsitzende der Wandsbeker FDP-Fraktion sieht es etwas anders: „Dass die Regionalausschüsse bisweilen bei der Durchsetzung von Maßnahmen der Landesbehörden hinderlich sind, ist das Eine. Aber wir prüfen auch die Vorschläge gut und kennen die Verhältnisse vor Ort genau“, erwidert die Vorsitzende des Regionalausschusses Alstertal. Mit Hinweis auf Möglichkeiten der Lärmminderung schlägt Birgit Wolff vor: „Das Thema muss modern, innovativ und anwenderfreundlich weiterentwickelt werden.“

Vorschlag der CDU

Eine andere Idee zur Lösung des Standort-Problems hat die CDU auf Landesebene eingebracht. Der Bramfelder Bürgerschaftsabgeordnete Sandro Kappe weist auf die aktuelle Situation in Bramfeld hin: Dort sind nicht zuletzt wegen aktueller Baustellen gleich mehrere Container-standorte weggefallen (Heukoppel; Am Dorfplatz). Die CDU schlägt nun vor, neue Standorte vor allem auf Parkplätzen von Supermärkten und Einkaufszentren einzurichten.

Diese hätten gleich mehrere Vorteile: Sie sind gut zu erreichen, Lärmbelästigung spielt meist keine Rolle, außerdem ist die Abfuhr bei meist groß dimensionierten Zufahrten problemlos. Allerdings sollen die Unternehmen nicht zur Aufnahme von Containern gezwungen werden, vielmehr das Ganze durch ein Förderprogramm des Senats auf freiwilliger Basis unterstützt werden.
In Bramfeld könnte der Parkplatz der Firma Kaufland direkt am Marktplatz ein geeigneter Standort sein, heißt es. Entsprechende Anfragen sind bereits auf den Weg gebracht.

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