30. Januar 2021
Wandsbek

Frische Politik aus Wandsbek

Zukunftsideen der jüngsten Abgeordneten

Rosa Domm (Grüne) vor dem Hamburger Rathaus

Die junge Abgeordnete vor dem Hamburger Rathaus, ihrer Wirkungsstätte Foto: Patrick Haermeyer

WANDSBEK Die Welt ist schön. Aber nach Ansicht von Rosa Domm sollte sie noch schöner, vor allem noch grüner und sozial gerechter werden. Dafür ist sie in die Politik gegangen. Mit 22 Jahren ist die Politikerin, die in Eilbek wohnt, die jüngste Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft, vertritt dort ihren Wahlkreis Wandsbek mit den Stadtteilen Jenfeld, Tonndorf, Eilbek, Marienthal und Wandsbek. Für Bündnis 90/DIE GRÜNEN ist sie im Rathaus die Fraktionssprecherin für die wichtigen Themenbereiche Klimapolitik und Mobilitätswende.

Im Oktober 1998 in Bielefeld geboren, kam sie 2017 nach Hamburg, um ein Psychologiestudium zu beginnen. Kurz nach der Ankunft in Hamburg schloss sie sich der Partei Bündnis 90/Die Grünen an.
Schnell begann die politische Karriere: Im Dezember 2017 wurde sie in den Landesvorstand der Grünen Jugend Hamburg gewählt. Im Oktober 2019 stellten die Grünen sie als Kandidatin im Wahlkreis Wandsbek auf. Sie erlangte eines der vier Direktmandate.

Viel möchte sie umkrempeln in der Hamburger Umweltpolitik. Ihr Wunsch: „Durch meine Arbeit in der Bürgerschaft möchte ich Hamburg bis 2035 zur klimaneutralen Stadt umbauen. Damit leisten wir unseren Beitrag zur globalen Klimagerechtigkeit.“ „Wir müssen den Blick nach vorne richten“, sagt die junge Politikerin. „Eine klimaneutrale Wirtschaft eröffnet neue Berufsfelder und große Chancen für Hamburg. Das Schöne an der Mobilitätswende ist die
Vielfalt der Möglichkeiten.“

Szenario 2040

Ihr Szenario für Hamburg im Jahre 2040: „Zum Beispiel Tempo 30 und einen bunten Mobilitätsmix aus Radverkehr, E-Carsharing und Stadtbahnen in der gesamten Stadt. Das sorgt nicht nur für bessere Luft, sondern auch für mehr
Sicherheit im Straßenverkehr vor allem für Kinder und Senioren.“ An den großen Straßen sollen mehr Grünanlagen entstehen. Außerdem möchte sie mit baulich getrennten Fahrradstreifen und Fahrradstraßen Hamburg zu einer Fahrradstadt umbauen. Für die Mobilitätswende möchte sie außerdem den Bahn- und Busverkehr weiter ausbauen. In den Randgebieten der Stadt sollten mehr Park- and Ride-Einrichtungen entstehen.

In den Stadtteilen sollen dagegen mehr offene Plätze für Kunst, Spiel, Begegnung, Sport und Dialog im öffentlichen Raum geschaffen werden. Rosa Domm: „Dafür möchte ich mit autofreien Quartieren und mehr Experimentierfreude in der Stadtentwicklung sorgen!“ Sie ist sicher: „Die Klima- und Mobilitätswende wird die Welt ein Stück gerechter machen.“
Viele Vorhaben für eine junge Politikerin, die gleichzeitig noch Psychologie studiert. Es sind weit mehr als 20 Stunden in der Woche, die die Arbeit für die Fraktion in Anspruch nimmt. Da gilt es Anträge zu bearbeiten, Reden zu schreiben und den Dialog mit den Bürgern aufrecht zu erhalten.

Das Studium wird trotzdem nicht vernachlässigt. Für die Politikerin ist es wichtig, in zweites berufliches Standbein zu haben. Rosa Domm: „Ich habe im Moment große politische Anliegen, die ich umsetzen möchte. Aber ich möchte im Alter nicht darauf angewiesen sein, ein Mandat ausüben zu müssen.“ In ihrem Wahlkreis Wandsbek fühlt sie sich wohl. Rosa Domm: „Ich habe ein Gefühl von Zuhause, wenn ich durch Wandsbek laufe.“

Rosa Domm will den Mobilitätmix
Rosa Domm, Grünen-Fraktionssprecherin im Hamburger Rathaus, setzt auf einen Mobilitätmix Foto: Martin Hain

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