13. August 2023
Wandsbek

Eine wahre Pracht in Gelb und Rot

Botanischer Sondergarten zeigt verschiedenste Sorten von Sonnenblumen

Helge Masch und die Sonnenblume „Sunrich Gold“ Foto: Je

WANDSBEK Wer in diesem Sommer die Sonne vermisst, kann eine Entschädigung bekommen. Im Botanischen Sondergarten blühen zur Zeit zahlreiche Sonnenblumen.

Am Eingang zum Sondergarten an der Walddörferstraße 273 hat das Team um Helge Masch, dem Leiter des Gartens, ein großes Beet mit 15 verschiedenen Sorten der Sonnenblume (lateinisch: Helianthus annuus) angelegt.
Eine Pracht in Gelb. Doch nicht alle Sonnenblumen leuchten in der traditionellen Farbe. Im Sondergarten sind auch zitronengelbe, orange oder blutrote Sonnenblumen zu bewundern. Ehrfurchtsvoll bleiben viele Besucher vor den großen Blumen stehen, die bis zu drei Metern in die Höhe wachsen können. Helge Masch: „Sonnenblumen machen auch dann glücklich, wenn die Sonne nicht scheint. Die Blumen wirken wie ganz viele kleine Sonnen.“

Treue Pflanze

Nicht nur die Menschen machen Sonnenblumen glücklich. Unzählige Bienen und Hummeln tummeln sich auf den Blüten und sammeln den Nektar. Die Sonnenblume ist eine treue Pflanze. Sie versucht ihrem „Idol“ stets treu zu bleiben. Sobald die Sonne am Himmel zu sehen ist, wendet sich die Blume dem Sonnenlicht zu. An sonnigen Tagen verfolgen Blüten und Blätter der Sonnenblume die Sonne auf ihrem Weg von Ost nach West.

Bei starkem Wind rauschen Sonnenblumen laut. Richtig singen können sie nicht, auch wenn eine der Sorten „Musikbox“ heißt. Es sind Pflanzen, die in Blumentöpfen gehalten werden und daher nicht besonders hoch wachsen. „Sie machen keine Musik aber trotzdem großen Spaß“, findet Helge Masch.

Ursprungsland

Sonnenblumen stammen ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika, wurden dort schon 2500 vor Chr. angebaut. Um 1550 brachten spanische Seefahrer den Samen der Sonnenblume nach Europa. Die Hauptanbaugebiete der Sonnenblume liegen heute in der Ukraine und in Russland.

Im Sondergarten ist nun das Leben der Sonnenblumen zu verfolgen. Die Pflanzen leben etwa sechs Monate. Im Sondergarten wurden sie im Mai gepflanzt. Die Blüten sind noch bis Ende August/Anfang September zu sehen. Im Oktober können die Besucher des Sondergartens die Fruchtstände beobachten. Vermutlich werden dann die Vögel in halsbrecherischen Aktionen versuchen, die Sonnenblumenkerne aus den Pflanzen zu picken.

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