13. August 2022
Wandsbek

Ein roter Punkt fehlt in der Krone

Immer mehr Wandsbeker besuchen ihr Kulturschloss

Leiterin Carmen Hansch vor dem Wandsbeker Kulturschloss Foto: Jenssen

WANDSBEK Nicht immer sieht ein Schloss so aus, wie ein Schloss aussehen sollte. Ein Schicksal, mit dem auch das „Kulturschloss Wandsbek“ leben muss. Dafür glänzt Wandsbeks Kulturzentrum mit einem Nobel-Programm, das immer mehr Besucher anlockt.

Besonders erfolgreich: Musikabende mit klassischer Musik und bekannten Sängern. „Das Kulturschloss wird von immer mehr Wandsbekern entdeckt“, freut sich Carmen Hansch, die Leiterin des Kulturzentrums.
Über 80 Besucher kamen zum Konzert „8 to the Bar“ am 29. Juli. Einen ähnlichen Besucherandrang erhoffen sich die Mitarbeiter des Kulturzentrums beim Auftritt des Duos „Faltenreich“. „Es ist Tiramisu für die Ohren“, sagen Regine Münchow und Helmut Stuarnig zu ihrem „italienischen Abend“.

Ein warmer Sommerabend wäre wünschenswert am Freitag, 19. August, zwischen 17 und 21 Uhr. Dann findet das „White Dinner“ im Mühlenteichpark statt, quasi vor der Haustür des Kulturschlosses. Die Teilnehmer (in weißer Kleidung) sollten einen gefüllten Picknickkorb, einen Tisch, Stühle und eine weiße Tischdecke mitbringen. Der Eintritt ist frei.

Freien Eintritt haben auch die Besucher der Veranstaltung „Volle Fahrt voraus!“ Eine Lesung für Kinder am Samstag, 13. August, von 15 bis 16.30 Uhr. Eintritt müssen auch die Besucher des Musiktheaters Mär nicht bezahlen. Gegeben wird am Freitag, 26. August, ab 16.30 Uhr das Singspiel „Elmar, der bunte Elefant“.

Besonders beliebt bei den musikalischen Gästen: die Jamsession (SchlossJam), die einmal im Monat (demnächst wieder am Mittwoch, 7. September, ab 19 Uhr) stattfindet. Carmen Hansch: „Es sind viele ältere Wandsbeker dabei, die Freude daran haben, gemeinsam zu musizieren und zu singen. Die Veranstaltungen dauern manchmal bis Mitternacht.“ Der Eintritt ist ebenfalls frei.

Am Herzen liegt der Leiterin des Kulturzentrums auch der Laternenumzug durch den Mühlenteichpark, der in diesem November erneut stattfinden soll.

Vorher aber soll das „Schloss“ aufgehübscht werden. Die Fassade und das Café sollen Hingucker werden. Das „Kulturschloss“, dem die „Schlossbesitzer“ aus Ironie einen roten Punkt aus der Krone fallen ließen, möchte seine Gäste bald fürstlicher empfangen.

Das Schloss soll einen hellen Anstrich bekommen und mehr Freundlichkeit ausstrahlen. Neue Stühle (gesponsert von der Haspa) und Kerzenleuchter werden das Café gemütlicher machen. Dann wird das „Kulturschloss“ seinem Namen und seiner Adresse (Königsreihe 4) bald alle Ehre machen und den roten Punkt vielleicht wieder bekommen.

Ein Punkt fehlt dem Kulturschloss in der Krone
Foto: Jenssen

Auch interessant