5. November 2022
Wandsbek

Beifall für Pläne der „Nach-Karstadt-Zeit“

Investor will Quarree-Areal neu gestalten

Ingo Freund und Julia Brinkmann am Quarree Foto: Grüne

WANDSBEK Die Rot-Grüne Koalition begrüßt ausdrücklich die Absicht von „Union Investment“, in den Standort Wandsbek Markt zu investieren. So würden neue Entwicklungsperspektiven für das Karstadt-Gebäude geschaffen, heißt es in einer Mitteilung von SPD und Grünen. Für dieses Projekt soll nun ein vorhabenbezogener Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden.

Die mehrfach diskutierte Sanierung und Umgestaltung der angrenzenden Wandsbeker Wochenmarktfläche ist nicht Teil dieses Bebauungsplanverfahrens. Dies soll zeitnah auf Grundlage eines weiteren Bebauungsplanverfahrens erfolgen.
„An einer Stärkung und Entwicklung des Wandsbeker Zentrums haben wir ein großes Interesse“, sagte der SPD-Bezirksabgeordnete Ingo Freund: „Das Potenzial für ein attraktives Geschäftszentrum mit vielfältigen Angeboten, hoher Aufenthaltsqualität und die Möglichkeit neuen zusätzlichen Wohnraums ist aus unserer Sicht bei diesem Projekt gegeben und sollte unbedingt unterstützt und gefördert werden.“

Von den neuen Wohnungen sollen 35 Prozent öffentlich gefördert werden mit einer Bindung von 30 Jahren. Der identitätsstiftende und denkmalgeschützte Teil des Karstadt-Gebäudes, etwa die markante Fassade, soll erhalten bleiben und in die neuen Planungen mit einbezogen werden.

„Mit der Neugestaltung des Wandsbeker Quarrees entsteht ein städtebaulich modernes Quartier, das über Wandsbek hinaus Strahlkraft entwickeln wird“, ergänzte Julia Brinkmann von den Grünen. Es werde ein lebendiges Zentrum mit einem hohen Identifikationswert entstehen: „Bei der Neugestaltung des jetzigen Karstadt-Gebäudes setzen wir hohe Klimastandards. Wir hoffen, dass Karstadt bis zur Neugestaltung im Gebäude bleibt und Leerstand vermieden werden kann.”

Nachdem das Unternehmen jetzt allerdings zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren ein „Schutzschirmverfahren“ beantragt hat und rund ein Drittel der Karstadt-Filialen in Deutschland geschlossen werden sollen, ist völlig unklar, was genau mit dem Standort passiert. Rund 660 Mitarbeiter/-innen sind allein in Hamburg betroffen.

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