14. April 2021
Wandsbek

Von allen geschätzt

Franziska Hoppermann nimmt Abschied

Franziska Hoppermann zum letzten Mal am Rednerpult der Bezirksversammlung Wandsbek Foto: tel

WANDSBEK  Ausgesprochen herzlich – mit Applaus aller Fraktionen – wurde Franziska
Hoppermann (39) auf der jüngsten Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek verabschiedet. Wie damals im Jahr
2004, als die junge BWL-Studentin erstmals für die CDU in das Bezirksparlament gewählt wurde, nahm sie erneut in der letzten Reihe Platz.

Wie berichtet, trat die gebürtige Hamburgerin (verheiratet, ein Kind) am 1. April eine Top-Position als Leiterin des Zentralamtes in der Justizbehörde an.
Dort ist sie zusammen mit ihren knapp 100 Mitarbeitern zuständig für Haushalt, Verwaltung, Personal und IT sowie die Justizkasse der Behörde.
Die neue Aufgabe ist mit dem Wandsbeker Mandat nicht vereinbar, weshalb sie mit hörbarer Wehmut aus der Bezirksversammlung ausschied.
André Schneider (SPD), Vorsitzender der Bezirksversammlung
Wandsbek, würdigte die Arbeit Hoppermanns ausführlich. Nahezu alle Ausschüsse lernte die Volksdorferin im Laufe der vergangenen 17 Jahre kennen, war zuletzt zwei Jahre lang
Fraktionsvorsitzende ihrer Partei. „Stets gut vorbereitet und immer auch zu Kompromissen bereit“, so kannte man sie laut Schneider in der Bezirkspolitik. Vom 2004er Wahljahrgang ist nun nur noch
ihr Parteifreund Philip Buse übriggeblieben, weshalb auch er eine kleine Rückschau halten durfte. Bereits in ihrer Diplomarbeit befasste sie sich mit dem Thema „Verwaltungsreform“. Kenner behaupten, dass es im Bezirk kaum jemand im Wissen über Behörden, Behördenstrukturen und -abläufe mit Franziska Hoppermann aufnehmen kann. Diese fundierten Kenntnisse und Erfahrungen werden ihr sicherlich im neuen Spitzenamt zugute kommen. Möglicherweise aber auch in Berlin, denn im Herbst kandidiert sie für den Deutschen Bundestag.

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