15. April 2021
Wandsbek

Plastikmüll und Lebensqualität

Bezirksversammlung diskutiert Zukunftsthemen

Plastikgeschirr

Ab Juli ist Einweggeschirr aus Plastik EU-weit im Handel verboten Symbolfoto: GettyImages

WANDSBEK Im Juli wird Einweggeschirr aus Plastik EU-weit im Handel verboten. Bis 2023 soll die Gastronomie verpflichtet werden, nur noch Mehrwegverpackungen zu nutzen.

Grüne und SPD wollen deshalb schon jetzt im Bezirk Wandsbek ein Pilotprojekt starten. Angesichts der Mengen an Plastik-Verpackungsmüll für Speisen,
die von Restaurants nach Hause geliefert werden, soll ein Pfandsystem für Gastronomen eingeführt werden. Die Lieferung nach Hause sei in
Coronazeiten von wirtschaftlicher Bedeutung, der Verpackungsmüll sei aber nicht nur teuer, sondern auch umweltschädlich, argumentierten die Grünen.

Die Einführung von Pfandbechern statt Coffee-to-Go-Wegwerfbechern zeige, dass so etwas in Hamburg möglich sei.
Die Einführung von einheitlichen Pfand-Mehrwegschalen soll einen problemlosen Kreislauf unter Wandsbeks Gastronomen ermöglichen.

Die Verwaltung soll prüfen, welche Restaurants teilnehmen können und wollen, auch eine Anschubfinanzierung soll geprüft werden.
Der Grundgedanke sei richtig, der Bezirk sei die falsche Ebene, die Bürgerschaft sei zuständig, kritisierte die CDU. Der Antrag wurde mit Mehrheit angenommen.
Die CDU setzte die Planung für die Magistralen in Wandsbek auf die Tagesordnung.

Ihr zentraler Punkt: Die ehemalige B 75 und die Bramfelder Chaussee müssten vor allem leistungsfähig sein, um viel Verkehr abzuwickeln.
Fahrbahnreduzierungen würden Staus und Versorgungsprobleme nach sich ziehen. Die CDU habe Angst vor der Mobilitätswende, konterten die Grünen.
Das Auto verursache Lärm, Abgase und verbrauche viel Straßenraum. Weniger Autos, mehr Radverkehr und die künftige S4 bedeuteten
letztlich auch mehr Lebensqualität an den Magistralen. Dem schlossen sich auch SPD und Linke an. Letztlich blieb es beim Dissens,
in Sachen Stadtentwicklung unterstützt die CDU die Magistralenplanung aber.

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