17. Mai 2021
Wandsbek

Offizieller Start für die S4 mit Spatenstich

Bürgermeister Tschentscher: 250.000 Reisende werden profitieren

Beim ersten Spatenstich am Montag: (v. l.) Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein (CDU), Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla, Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (SPD) Foto: Deutsche Bahn AG / Bertold Fabricius

WANDSBEK Seit Februar wird bei Tag und manchmal auch in der Nacht an der Strecke für die neue S 4 gebaut. Für die Bahn waren das „nur“ vorbereitende Arbeiten. Das offizielle Startsignal für die neue Linie wurde am 10. Mai gegeben. Dafür begaben sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Bahnvorstand Ronald Pofalla auf die Baustelle in der Nähe der S-Bahn-Station Hasselbrook. Sie setzten den „ersten Spatenstich“ für das gigantische Unternehmen.

Die neue Verkehrsader zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein soll im Jahr 2029 Altona und Bad Oldesloe erstmals direkt mit der Bahn verbinden. Um den Autoverkehr zwischen Hamburg und Ahrensburg zu vermindern, sollen künftig die Bahnverbindungen während der Hauptverkehrszeit verdreifacht werden.

Bund beteiligt sich mit 1,6 Millionen

„Durch die Zusage des Bundes, sich mit rund 1,6 Milliarden Euro zu beteiligen, konnten Hamburg, Schleswig-Holstein und die Bahn das Projekt angehen. Es entlastet den Hauptbahnhof und schafft mehr Platz für den Fern- und Güterverkehr“, lobte Bundesverkehrsminister Scheuer das Vorhaben. „Die S 4 zwischen Altona und Bad Oldesloe schafft eine schnelle und komfortable Schienenverbindung für bis zu 250.000 Bürgerinnen und Bürger in Hamburg und Schleswig-Holstein“, freute sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist sicher: „Die neue S 4 wird eine der wichtigsten Bahnverbindungen in unserem Land. Sie wird für mehr Lebensqualität sorgen.“ Ronald Pofalla von der Deutschen Bahn betonte: „Die neue S 4 ist gut für die Menschen und für die Umwelt!“ In die neue Verbindung und den dazugehörigen Schallschutz werden insgesamt 1,8  Milliarden Euro investiert. Nach dem offiziellen Startschuss soll es schnell mit den Hauptarbeiten weitergehen. Zwischen Hasselbrook und Hammer Straße sollen in den nächsten Monaten die ersten Gleise verlegt werden. Ende des Jahres können dort die ersten Lärmschutzwände errichtet werden.

32 Brücken und fünf neue Stationen

Auf Höhe der Güterumgehungsbahn nahe der Hammer Straße baut die Bahn noch dieses Jahr zwei Eisenbahnbrücken.
Für die S 4 werden insgesamt fünf neue Stationen, 32 Eisenbahnbrücken sowie sechs Straßen- und Fußgänger-Überführungen errichtet.

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