21. August 2021
Wandsbek

Eichtalpark wird klimagerecht saniert

Umweltministerin informiert sich über das Projekt

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Aydan Özoguz (r., beide SPD) Foto: Glitz

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Aydan Özoguz (r., beide SPD) Foto: Glitz

WANDSBEK Natürlich war es auch eine Wahlkampfveranstaltung, im Mittelpunkt stand aber die geplante klimagerechte Sanierung des Eichtalparks. Dafür hat die Bundesregierung 3,35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Den aktuellen Zustand des 7,4 Hektar großen Grünzuges mitten in Wandsbek wollte sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze eigentlich bei einem Rundgang ansehen. Doch der heftige Regen verhinderte dies, und so begrüßte die SPD-Bundestagsabgeordnete Aydan Özoguz die Ministerin und etwa 30 interessierte Gäste gleich auf der überdachten Tribüne des Stadions des TSV Wandsetal.

„Das Wetter passt zum Thema Klimawandel“, so die Wandsbeker Abgeordnete. Das frühere Anwesen eines Lederfabrikanten wurde 1926 zum Park und ist in die Jahre gekommen. Nun sollen die Grün- und Wasserflächen an die Veränderungen des Klimawandels angepasst und auch Blühwiesen angelegt werden. „Ganz wichtig ist dabei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Und die hat schon begonnen“, so Aydan Özoguz.

Attraktive Naherholungsfläche

Der Eichtalpark soll aber auch weiterhin eine attraktive Naherholungsfläche sein, dazu wird es niedrigschwellige Bewegungsangebote geben. Stichwort: Parksport. Svenja Schulze ging auf den jüngsten Bericht des Weltklimarates ein.

Der Klimawandel sei demnach eindeutig menschengemacht. Das sei erschütternd, so die Umweltministerin. Es blieben allerdings zehn Jahre, um umzusteuern. „Wir wollen Veränderungen, nicht Verzicht“, so die SPD-Politikerin. Mehr ÖPNV, Wasserstofftechnik und Schwammstädte seien einige Stichworte. Und Parks seien für das Klima in den Städten besonders wichtig, dafür die Bundesförderung, so Schulze. Der Eichtalpark könne zum bundesweiten Beispiel werden. Der Verein „Freunde des Eichtalparks“ sammelt derzeit Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. Eine erste Präsentation gibt es auf dessen Internetseite. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde angeregt diskutiert über Solardächer, Hochwasserschutz, Mehrweggefäße oder Fleischkonsum.

Auch interessant