30. April 2021
Wandsbek

Diskussion über die Anzahl der Parkflächen

Hammer Straße: Umbau zwischen Grenzknick und Jüthornstraße

Bei der Umgestaltung der Hammer Straße zwischen Grenzknick und Jüthornstraße sind die Parkplätze ein Streitpunkt Foto: sim

WANDSBEK Der Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft der Bezirksversammlung hat auf seiner jüngsten Sitzung die Diskussion zur Umplanung der Hammer Straße zwischen Grenzknick und Jüthornstraße wegen fehlender Information zur Parkplatzproblematik erneut vertagt. Gäste brachten ihr Anliegen zum Thema aber während der öffentlichen Fragestunde in Erinnerung.

Die Zahl der Parkplätze reiche nicht aus, begründeten die Bürger aus der Hammer Straße ihre Wortmeldung.
Nach der Neugestaltung zur Förderung des Radverkehrs soll es laut Schlussverschickung der Planung insgesamt 24 Parkstände geben, davon sieben in der benachbarten Straße Grenzknick. In der 1. Verschickung hatte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) insgesamt nur zwölf Parkstände geplant.
Die aufgestockte Anzahl sei „noch nicht ausreichend“, meint Sprecher Michael Haufe.

Es bestehe ein Bedarf von 35 bis 40 Parkflächen. Auf der Ausschusssitzung entstand im Nu eine rege Diskussion: Vertreter der CDU, SPD und AfD äußerten sich eher wohlwollend zum Anliegen der Anwohner. Jan Otto Witt (Bündnis 90/Die Grünen) und Dieter von Kroge (Die Linke) dagegen nicht. Das Anliegen sei nicht berechtigt. Das primäre Augenmerk liege auf Erhalt und Ausweitung von Grünflächen, betonte Witt. Außerdem gebe es kein Grundrecht auf Parkraum.

Diese Ziele könne man „grundsätzlich teilen“, es ist aber nicht nachvollziehbar, dass der etwa 300 Meter lange Abschnitt der Hammer Straße dafür beispielhaft sein soll, entgegnete Haufe. Bei der Planung und Umsetzung der Veloroute 7 im Bereich Schimmelmannstraße und Kuehnstraße seien viele Bäume gefällt worden, ebenso im Wandsbeker Gehölz in Vorbereitung der Baumaßnahme für die S 4, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Anwohner der Hammer Straße würden Potenzial für weitere Parkplätze vor ihrer Haustür sehen, ohne Straßenbäume akut zu gefährden.

Es gehe um Kompromisslösungen.
Die Bezirksversammlung Wandsbek hatte den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer am 8. April gebeten, die Anzahl der Stellplätze vor und nach der Baumaßnahme mitzuteilen. Die Antwort auf den Beschluss liegt noch nicht vor, weil die sechswöchige Frist bis tief in den Mai hineinreicht, wie die Geschäftsstelle der Bezirksversammlung auf Anfrage des Wochenblattes mitteilte.

Auch interessant