22. April 2021
Wandsbek

Anwohner im Eilbeker Weg schlagen Alarm

Zunehmenden Verkehr– mehr Lärm und Abgase

Die Fahrspuren in der Wandsbeker Chaussee sollen reduziert werden. Anwohner aus Nebenstraßen befürchten dann eine weitere Zunahme des Verkehrs vor ihrer Haustür Foto:sim

WANDSBEK Anwohner des Eilbeker Weges befürchten durch die geplante Verringerung der Fahrspuren in der Wandsbeker Chaussee eine weitere deutliche Zunahme des Verkehrs vor ihrer Haustür.
Schon jetzt sei der Eilbeker Weg eine „stark befahrene Straße“, heißt es in einer Eingabe, mit der sich der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek der Bezirksversammlung beschäftigte. Die Anwohner erwarten mit dem geplanten Rückbau in der Wandsbeker Chaussee eine Verdrängung des Verkehrs in die Seitenstraßen. Sie werden damit weiter zunehmend mit Lärm und Abgasen belastet und fragen in der Eingabe, ob dies bei der Planung berücksichtigt beziehungsweise als relevant betrachtet wurde. Die Eingabe ist im Regionalausschuss ganz unterschiedlich aufgenommen worden. Die CDU habe die gleichen Befürchtungen wie in der Eingabe geschildert, sagte Natalie Hochheim. Sie könne die Sorgen der Anlieger nachvollziehen. Ähnlich sieht es Stanko Cirkovic (FDP): Weniger Spuren würden nicht weniger Verkehr bedeuten.
Die SPD hat ebenfalls „Verständnis für die Eingabe“, erwartet aber angesichts der angestrebten Mobilitätswende keine Zunahme des Verkehrs in Nebenstraßen. Die Verringerung von jeweils drei auf zwei Fahrspuren in der Wandsbeker Chaussee sei aber noch „nicht relevant“, es stehe kein Zeitpunkt für Baumaßnahmen fest. Patrick Martens (SPD) setzt auf die geplante S4, die dafür sorgen werde, dass Leute ihr Auto stehen lassen und andere Verkehrsmittel nutzen. Die Leute werden sich wohl nicht einschränken lassen, so eine entgegengesetzte Meinung. Da es im Regionalausschuss unterschiedliche Positionen gibt, wurde die Diskussion über die Eingabe zur Verkehrssituation im Eilbeker Weg nach geplantem Rückbau der Wandsbeker Chaussee vertagt. Die Parteien werden bis zur nächsten Sitzung schriftliche Stellungnahmen zum Thema vorlegen, wie Ausschussvorsitzender Axel Kukuk (CDU) mitteilte.

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