3. Juni 2020
Ausgabe Wandsbek

Politik setzt sich ein

Wunsch nach mehr öffentlichen Toiletten

Die Frage ist, ob es genügend öffentliche Toiletten gibt – hier die Anlage am Stormarnplatz Foto: tel

WANDSBEK In Sachen öffentlicher Toiletten scheint gerade nicht Wunschzeit zu sein.
Das mussten auch Wandsbeks Bezirksabgeordnete zur Kenntnis nehmen. Sie hatten sich beispielsweise eine
Anlage auf dem großen Spielplatz an der Schemmannstraße (Volksdorf) gewünscht. Jörn Weiske (CDU):
„Grundsätzlich ist die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) offensichtlich bereit, an der Schemmannstraße
eine barrierefreie Anlage aufzustellen. Aber nur dann, wenn an anderer Stelle eine eingespart wird.“
Vorgeschlagen für den Wegfall wurden die Standorte Stormarnplatz (Poppenbüttel) und Rahlstedter Bahnhofstraße.
Damit sind aber die Bezirksvertreter aller Parteien nicht einverstanden. Weiske: „Der Vorschlag Rahlstedter Bahnhof­straße
wurde vor dem Hintergrund gemacht, dass es schließlich im Einkaufszentrum und an der DB-Bahnhofsunterführung Toiletten gibt.
Doch Erstere ist an Feiertagen geschlossen und die Bahnhofstoilette nicht barrierefrei.“ Bliebe noch die Toilette in Poppenbüttel,
wo laut Frauke Häger (Grüne) trotz der vorhandenen Anlage gelegentlich in Richtung Bahndamm uriniert werde.
Die dortige Säulenanlage werde allerdings sowieso bald entfernt, weil der Vertrag mit der Betreiberfirma auslaufe.
Und die Alternative beim ZOB auf der gegenüberliegenden Bahnseite sei schwer zu finden. Ein weiterer Problempunkt ist der
Saseler Markt. Dort gibt es eine Toilette für die Marktbeschicker, die deshalb nur während der Marktzeiten geöffnet ist.
Stadtweit wird das Thema gerade neu geordnet: Wo früher mehrere Anbieter zu koordinieren waren, bemüht sich der
Senat inzwischen, die öffentlichen Toiletten in der Hand der Stadtreinigung zu bündeln. Dies gilt inzwischen für rund
130 Anlagen in der Hansestadt. Die Wandsbeker Kommunalpolitiker bleiben dennoch bei ihrem Wunsch nach mehr öffentlichen Toiletten.(tel)

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