11. Juni 2021
Marienthal

Parken auf Gehweg nicht mehr möglich

Bürger verärgert über die neue Parksituation

Das Gehwegparken ist an dieser Stelle in der Kielmannseggstraße nicht erlaubt Fotos: Menzel

MARIENTHAL In der Kielmannseggstraße und den benachbarten Straßen in Marienthal werden Fahrzeuge seit Jahren rechts neben dem Bordstein abgestellt, obwohl dort Gehwegparken nicht erlaubt ist. Beim Parken auf dem Streifen zwischen Fahrbahn und öffentlichem Gehweg handelt es sich wohl um ein Gewohnheitsrecht, es wurde nie als Verkehrsordnungswidrigkeit geahndet. Das soll sich jetzt aber ändern.

Die Polizei hat im Wohngebiet vor einigen Wochen Flyer verteilt mit Hinweisen für ein ordnungsgemäßes Parken. Das Parken auf dem Gehweg sei nur zulässig, wenn das entsprechende Verkehrszeichen dies erlaubt, heißt es. Fehle dieses Verkehrszeichen, ist am rechten Fahrbahnrand zu parken.

Das Abstellen der Fahrzeuge am rechten Fahrbahnrand sorgt nach Ansicht der Polizei wegen der reduzierten Fahrbahnbreite für eine Senkung der Geschwindigkeit und für das Freihalten der Fußgängerbereiche.
Die neue Parksituation hat bei den Anwohnern „erhebliche Verärgerung“ ausgelöst, eine Bürgerinitiative formiert sich.

Ungeachtet der Zunahme des Verkehrs werde „zum weitaus überwiegenden Teil die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h befolgt, Raser gibt es so gut wie gar nicht“, sagt Manfred Mertens, der in der Kielmannseggstraße zwischen Rodigallee und Oktaviostraße wohnt. Die von der Polizei als Ziel der neuen Parksituation genannte Verlangsamung des fließenden Verkehrs sei nicht erforderlich.

Die Maßnahme habe eher das Gegenteil bewirkt: Die Straßen seien jetzt dicht beparkt, die Verkehrsteilnehmer würden richtig Gas geben, um die parkenden Fahrzeuge zu passieren und bei einer Ausweichmöglichkeit einscheren zu können, betonte Mertens.
Jana Klatt aus der Oktaviostraße kritisiert, dass man bei der Ausfahrt aus dem Grundstück nicht mehr die Straße einsehen kann.

Gefährlich sei es auch für Kinder, die mit dem Fahrrad auf der Straße fahren müssen. Ihr Partner wolle bei der Polizei vorsprechen und die Sorgen der Anwohner zum Ausdruck bringen.
Andere machen auf Beeinträchtigungen zum Beispiel für Busse der Bundeswehr, Notfall- und Rettungsfahrzeuge, Lastkraftwagen sowie für Fahrzeuge der Stadtreinigung aufmerksam.

Auf der Fahrbahn in der Oktaviostraße wird es mit der neuen Parksituation sehr eng

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