15. Januar 2022
Marienthal

Lärmschutzwand: Bau verzögert sich

Anwohner des Sportplatzes beschweren sich

An dieser Stelle soll die Lärmschutzwand errichtet werden Foto: sim

MARIENTHAL Bewohner an der Sportanlage Marienthal müssen weiterhin auf die durch eine Klage erstrittene Lärmschutzwand zwischen Fußballplatz und Osterkamp-Straße warten.

Bereits am 2. September 2019 hatte das Bezirksamt Wandsbek in dieser Verwaltungsrechtssache erklärt, dass die Behörde nach gütlicher Einigung zur Errichtung einer Lärmschutzwand bereit ist. Die vier Meter hohe und 37 Meter lange Wand soll zwischen der nordöstlichen Ecke des Sportplatzes und dem Umkleidegebäude aufgestellt werden, hieß es damals.

Die Höhe der Wand entspreche in etwa der Höhe des Umkleidegebäudes. Nach einer Anfrage des Hamburger Wochenblattes im Spätsommer 2021 sollten die Bauarbeiten zur Errichtung einer Lärmschutzwand etwa Mitte November 2021 erfolgen. Es ist aber immer noch nichts passiert.

Das Wochenblatt bleibt an der Sache dran. Nunmehr die Begründung des Bezirksamtes für die Verzögerungen: Die Firma konnte ihre zuletzt zugesicherten Termine nicht einhalten, weil es beim Nachunternehmer keine Kapazitäten mehr gab und auch ein Wechsel nicht möglich war.

Es werde Anfang 2022 einen Abstimmungstermin geben, zu dem der tatsächliche Baubeginn konkretisiert wird, wie das Bezirksamt weiter mitteilte. Für den Rechtsstreit hatte vor gut drei Jahren die Familie Brehmer aus dem Zikadenweg gesorgt. Nun droht eine Klage aus nördlicher Richtung des Sportplatzes.

Das Verfahren werde eines der nächsten sein, welches am Landgericht Hamburg verhandelt wird, weiß die Familie Straube-Schoewe aus der Rodigallee. Sie wohnt seit etwa 50 Jahren in einem Mehrfamilienhaus. Von der Rückseite des Anfang der 1970er-Jahre gebauten Hauses ist der Sportplatz am Osterkamp zu hören. Der tägliche Lärm mitten im Wohngebiet nerve, und dann auch noch am Samstag und Sonntag, es gebe kaum Ruhezeiten, schildert Hayée Straube-Schoewe.

Auf dem Sportplatz des Bezirksamtes trainiert und spielt seit einigen Jahren der Nachwuchs des Wandsbeker Turn- und Sportvereins Concordia. Früher war an dieser Stelle ein kleiner Bolzplatz. Es gehe um einen Kompromiss, eine Lärmschutzwand an der nördlichen Seite des Sportplatzes würde den Lärm reduzieren, sagt der Ehemann.

Die schon geplante Wand sollte verlängert werden. Man dürfe nicht mit zweierlei Maß messen. „Wir müssen immer mit Lärm vom Sportplatz rechnen, können in der warmen Jahreszeit kaum auf dem Balkon sitzen.“

Auch interessant