4. September 2021
Marienthal

Kleine Mitteilung heiß diskutiert

Parkplätze in der Hammer Straße. Unmut unter Anwohnern hält an

Bei der Umgestaltung der Hammer Straße zwischen Grenzknick und Jüthornstraße sind die Parkplätze ein Streitpunkt Foto: sim

MARIENTHAL Nach der Umgestaltung der Hammer Straße zwischen Grenzknick und Jüthornstraße wird es nach Angaben der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) insgesamt 21 Parkstände geben, jetzt seien es rund 40 „nicht markierte Parkstände“. Seit Monaten haben die Mitglieder der Bezirksversammlung auf diese Zahlen gewartet. Sie hatten Anfang April 2021 den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) in einem Beschluss gebeten, die Anzahl der Stellplätze vor und nach der Baumaßnahme mitzuteilen.

Die kleine Mitteilung mit den zwei Sätzen der Behörde hat für große Diskussionen gesorgt, vor allem bei den Anwohnern der Hammer Straße. Manfred Haufe ist enttäuscht, dass die Zahlen bei Ausschusssitzungen ohne Bewertung der Parteien zur Kenntnis genommen wurden.
Der LSBG hat die Planungen zur Umgestaltung der Hammer Straße beendet, die CDU habe das Projekt aber stets kritisch begleitet, entgegnet Natalie Hochheim.

In der Hammer Straße werden deutlich zu wenig Stellplätze wieder hergestellt, das zuständige Polizeikommissariat 37 habe sogar einen Bedarf von 59 Stellplätzen festgestellt. Der Parkdruck im westlichen Marienthal werde sich somit erheblich verschärfen. Das sei leider gängige rot-grüne Senatspolitik, überall in Hamburg verschwinden Stellplätze ersatzlos. Dieser Antiautofahrer-Kurs werde von SPD und Grünen auch in Wandsbek „stur gefahren“, betonte die CDU-Politikerin. Dies geschehe massiv zum Leidwesen der betroffenen Anwohner.

Für Ausschüsse der Bezirksversammlung sei das Thema dann wohl auch abgeschlossen, meint Manfred Haufe. Aber 21 Parkplätze würden doch auch angesichts der benachbarten Gartenanlage nicht ausreichen, davon befinden sich noch sieben in der Straße Grenzknick. Er bekam bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Wirtschaft den Ratschlag, sich an die für den Bezirk Wandsbek zuständigen Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft zu wenden.
Die Anwohner der Hammer Straße würden nach Angaben von Haufe Potenzial für weitere Parkplätze sehen, ohne Straßenbäume akut zu gefährden. Es gehe wie in anderen Straßen praktiziert „um Kompromisslösungen“.

Wie der LSBG vor Wochen mitteilte, wird der Umbau der Hammer Straße zur Förderung des Radverkehrs nicht wie ursprünglich geplant noch 2021 erfolgen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Die Verschiebung des Umbaus resultiere aus der Bautätigkeit der Bahn zur Errichtung der S4.

Michael Haufe setzt sich für mehr Parkplätze in der Hammer Straße ein Fotos: sim

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