6. Mai 2021
Marienthal

Grundsteinlegung für die S 4

In kleinem Rahmen, aber mit VerkehrsMinister

Bahnbauarbeiten am Hammer Trog. Es sollen zwei weitere Gleise über die Hammer Straße gelegt werden Foto: Je

WANDSBEK/MARIENTHAL Die Vorarbeiten laufen seit Februar. An der Bahnstrecke Hamburg–Bad Oldesloe schaffen die Arbeiter der Bundesbahn Platz für zwei neue Gleise, über die künftig die neue S 4 sowie vermehrt Güterzüge durch den Bezirk Wandsbek rollen sollen.

Nun aber soll der Bau der S  4 offiziell beginnen. Unter prominenter Mitwirkung wird am Montag, 10. Mai, der Grundstein gesetzt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, (SPD)sowie Schleswig-Holsteins
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla werden ab 13 Uhr nahe dem Bahnhof Hasselbrook das Startsignal für das Projekt geben.
Wegen der Pandemie werden nur zehn Gäste zu dieser Feier erwartet. Mit der S 4 sollen rund 250.000 Menschen im Osten Hamburgs und im Umland besser an den Nahverkehr angebunden werden.

Die Linie soll den Regionalverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck verstärken.

Die neue S-Bahn soll nördlich des S-Bahnhofs Hasselbrook aus dem bestehenden Netz ausfädeln und dann zweigleisig neben den Fernbahngleisen bis nach Ahrensburg führen.

Danach soll ein kurzer eingleisiger Abschnitt folgen. Hinter dem Haltepunkt Ahrensburg-Gartenholz sollen die Züge der S 4 dann auf den Fernbahngleisen bis nach Bad Oldesloe weiterfahren.
Der Bau der S 4 soll nach derzeitiger Planung rund 1,847 Milliarden Euro kosten. Der Bund trägt mit 1,557 Milliarden Euro rund 84 Prozent der Kosten.
Es laufen noch Klagen. Proteste gegen den Bau der S 4 gab es vor allem, weil zu Beginn der Bauarbeiten zahlreiche Bäume entlang der Strecke und im Wandsbeker Gehölz gefällt werden mussten.

Die Gegner des Bahnprojekts in Wandsbeks Wohngebieten befürchten vor allem eine enorme Zunahme des Güterverkehrs auf der Strecke nach Skandinavien.
Baurecht liegt der Bahn für den rund 2,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen Hasselbrook und Luetkensallee vor. Für die anderen Abschnitte laufen noch Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Massive Proteste könnte es noch geben, da auch Baumaßnahmen im Naturschutzgebiet Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal geplant sind.

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