8. Juli 2020
Ausgabe Wandsbek

Haus für Menschen mit Behinderungen

Projekt von fördern & wohneN. Planänderung nötig

An der Wandsbeker Zollstraße plant „fördern & wohnen“ ein sechsgeschossiges Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen Foto: Menzel

WANDSBEK Auf dem Grundstück an der Wandsbeker Zollstraße zwischen Von-Bargen-Straße und Efftingestraße plant „fördern & wohnen“ (f & w)
ein sechsgeschossiges Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen. Dabei geht es um sozialen Wohnungsbau mit Einzelwohnungen und Wohngemeinschaften,
wie Pressesprecherin Susanne Schwendtke auf Anfrage des Hamburger Wochenblattes mitteilte.

Dabei werden voraussichtlich etwa 50 Wohnungen entstehen. Die Investitionssumme für das Wohnhaus mit Staffelgeschoss bezifferte
Schwendtke auf rund 9,8 Millionen Euro. Den Baubeginn könne man aber noch nicht absehen, da ein Bebauungsplanänderungsverfahren eingeleitet werden muss.
Eine Genehmigung des Vorhabens mit einer reinen Wohnnutzung sei nach geltendem Planrecht nicht möglich, es müsse angepasst werden,
erklärte das Bezirksamt Wandsbek. Die Verwaltung schlägt vor, das bestehende Kerngebiet südlich der Wandsbeker Zollstraße entlang der
Von-Bargen-Straße in eine „urbanes Gebiet“ zu ändern. Damit hat sich der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek auf seiner
jüngsten Sitzung beschäftigt.

Beschluss vertagt

Die Mitglieder sollen der Einleitung des Verfahrens sowie der Durchführung einer internetgestützten, frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zustimmen,
sie haben das Thema auf ihrer jüngsten Sitzung jedoch vertagt. Oliver Schweim (Bündnis 90/Die Grünen) kann sich vorstellen, die Zustimmung zu erteilen,
es bestehe aber noch „interner Klärungsbedarf“.
Erst im Mai 2019 hatte f & w im Neubaugebiet Jenfelder Au ein neues Wohnhaus an der Charlottenburger Straße übergeben.
Insgesamt 46 Menschen mit psychischer Erkrankung haben dort ein Zuhause gefunden. Im Erdgeschoss gibt es Möglichkeiten,
Angebote der Begegnungsstätte zu nutzen. f & w, ein Tochterunternehmen der Hansestadt Hamburg, hat eigenen Angaben
zufolge rund 1500 Mitarbeiter und etwa 150 Standorte.

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