1. Juli 2020
Ausgabe Wandsbek

Für ein Regionalliga-Stadion fehlt das Geld

Am Neumarkt Bezirksamt stellt Ideen vor

Auf diesem Gelände zwischen der Straße Am Neumarkt und den Bahn­gleisen soll ein neuer Sportplatz entstehen Fotos: sim

WANDSBEK Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek hat die von der Verwaltung schmackhaft gemachte Idee, den neuen Sportplatz Am Neumarkt für Fußballspiele regionalligatauglich zu gestalten, auf Eis gelegt. Die Mitglieder entschieden sich auf ihrer jüngsten Sitzung nach langer Diskussion und kurzer Auszeit für die Variante ohne Tribüne. Neben Kunstrasenplatz, Umkleide sowie Lärmschutzwand sollte ein Kleinspielfeld zum Bolzen und für Basketball entstehen. Ein Breitensportkonzept für die Anlage einschließlich der Multifunktionsfläche sei nötig.

Das Geld für die vom Fußball-Verband geforderte Tribüne mit Sitzplätzen und teilweiser Überdachung sei ganz einfach nicht da, so die Begründung des Planungsausschusses.
Für das Verkehrskonzept gebe es ebenfalls keine Lösung, denn zu Regionalligaspielen würden Tausende Zuschauer kommen. In der Regionalliga seien zahlreiche Kriterien
zu erfüllen, sie reichen bis hin zu einem abgeteilten Gästeblock.

Der angenommene Antrag sei keine Zusicherung für einen regionalligatauglichen Sportplatz, ein Ausbau sei aber später möglich, so könnte eine Tribüne errichtet werden, betonten Ausschussmitglieder. Concordia Hamburg hat Bedarf angemeldet, die erste Mannschaft spielt zurzeit in der Oberliga, sucht eine neue Heimstätte, möchte gern mittelfristig in die Regionalliga aufsteigen.
Das Bezirksamt Wandsbek hat während der Sitzung Planungsalternativen für den neuen Sportplatz vorgestellt, zum Beispiel drei verschiedene Standorte für das Kleinspielfeld sowie eine Rundlaufbahn. Ziel der Planaufstellung sei die Verlagerung des bestehenden Sportplatzes zwischen Fenglerstraße und Am Neumarkt, der für Wohnungsbau aktiviert werden soll, hin zur Fläche südlich der Straße Am Neumarkt 40. Ergänzt werde das neue Wohnquartier von gemischten Nutzungen an der Efftingestraße. Östlich des geplanten Sportplatzes sei weiterhin Gewerbe vorgesehen.
Beim Bebauungsplanverfahren Am Neumarkt gehe es um um die Themen Wohnungsbau, Gewerbe und Sport, erklärten Mitarbeiter des Bezirksamtes.

Diese Sportplatzfläche zwischen Fenglerstraße und Am Neumarkt wird für den Wohnungsbau aktiviert

 

 

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