12. Juli 2021
Ausgabe Wandsbek

Fischsterben im Mühlenteich

Hitze und Starkregen sorgen für Sauerstoffmangel im Wasser

Hohe Temperaturen und starke Niederschläge sind die Gründe für das Fischsterben im Wandsbeker Mühlenteich. Im Wasser besteht Sauerstoffmangel Foto: sim

WANDSBEK Der Wandsbeker Mühlenteichpark wird gern für einen Spaziergang oder eine Pause genutzt, um die Ruhe zu genießen und der Hektik der Großstadt zu entfliehen.

Die Freude über den Aufenthalt am Wandse-Grünzug wurde in den vergangenen Tagen jedoch durch tote Fische auf dem Mühlenteich getrübt. Gleich mehrere Wochenblatt-Leser haben unsere Redaktion informiert.
Das Bezirksamt Wandsbek hat das Fischsterben im Mühlenteich bestätigt. Die toten Fische seien umgehend durch eine Spezialfirma abgesammelt worden.

Gründe für das Fischsterben seien die lang andauernden hohen Temperaturen der letzten Zeit sowie die anschließenden starken Niederschläge. Bei hohen Wassertemperaturen sinke die Aufnahmefähigkeit für Sauerstoff, den Fische über ihre Kiemen zur Atmung aufnehmen. Regenfälle würden zu einem weiteren Einbruch der Sauerstoffwerte führen.
Die Gewässergüte werde regelmäßig am Mühlenteich überprüft, erklärte die Verwaltung. Bei Werten unterhalb von drei mg/l steige die Wahrscheinlichkeit für ein Fischsterben.

In einer Juni-Nacht sei ein Absinken auf null mg/l registriert worden. Mittlerweile betragen die Werte wieder mehr als fünf mg/l. Auch in den kommenden Tagen ist nach Angaben des Bezirksamtes aber mit weiteren Funden toter Fische zu rechnen. Zu Boden gesunkene Fischkörper steigen „durch Ausgasungen“ an die Wasseroberfläche. Bei vergleichbaren Wetterlagen könne es auch in anderen Gewässern zum Fischsterben kommen.

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