13. März 2021
Ausgabe Wandsbek

Einzug bereits im Sommer geplant

Ein Hafen für Familien auf dem Dulsberg

Tamara Fricke und Katja Schmidtke SOS Kinderdorf05

Tamara Fricke und Katja Schmidtke sind die Koordinatorinnen des Familienzentrums Foto: Grell

DULSBERG Mitten auf dem Dulsberg entsteht Hamburgs „Hafen für Familien“ mit einem SOS-Kinderdorf, in dem drei Pflegefamilien mit ihren Kindern leben werden und einem Familienzentrum.

Noch stehen überall Kabelrollen neben Farbeimern auf der Baustelle verteilt, doch der Neubau läuft bereits auf Hochtouren seiner Eröffnung im Sommer entgegen.

Schon im August sollen die Pflegeeltern mit jeweils vier Kindern unterschiedlichen Alters in die geräumigen Wohnungen einziehen. Das integrierte Familienzentrum, das seine Räume bisher schräg gegenüber an der Elsässer Straße hatte, wird ein Anlaufpunkt für alle Familien aus dem Stadtteil werden. Das gesamte Angebot vom Elterncafé und den Bewegungsräumen über den Klecks-Kleiderladen bis zu den Verwaltungsräumen sollen hier auf vier Etagen Platz finden.

Die Koordinatorinnen des Familienzentrums sind schon jetzt von den großzügigen Räumen begeistert: „Wir werden hier sehr viele Möglichkeiten für verschiedene Angebote haben und auch einen tollen Außenbereich bekommen, auf dem die Kinder spielen können, während die Eltern im Café ins Gespräch kommen“, freuen sich Tamara Fricke und Katja Schmidtke.
Bei einer Baustellenbegehung wird klar, dass hier alles richtig gut durchdacht und familiengerecht gebaut wurde. Mit einem großen Zimmer für jedes Kind und zwei weitere für deren Pflegeeltern, einer großen Küche und vielen Nebenräumen sind die Wohnungen ideal konzipiert für die SOS-Kinderdorffamilien.

Mit einem schönen Blick auf den Stadtteil, die Schulen und Kitas in unmittelbarer Nähe und vielen Angeboten für die Familien, soll hier ein Pilotprojekt gelingen, das erstmals ein SOS-Kinderdorf mitten in die Stadt platziert. Familien aus dem Stadtteil, die an Kursen teilnehmen möchten, Beratung suchen, eine Hebamme sprechen wollen oder Kleidung für ihre Kinder benötigen, werden es in dem neuen Familienzentrum finden.
Finanziert wird das gesamte Projekt durch Spenden und „es hilft auch gespendete Zeit“, betont Katja Schmidtke, denn immer wieder werden ehrenamtliche Helfer/ -innen gesucht, die das Haus unterstützen möchten. „Wir sind dankbar für alle, die sich gern ehrenamtlich einbringen möchten.“ Falls die Corona-Pandemie es zulässt, soll dann im Sommer die Eröffnung des Hauses ganz groß gefeiert werden.

 

Der Neubau steckt in der Endphase. Schon im Sommer sollen die ersten Familien einziehen
Foto: Grell

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