13. März 2021
Ausgabe Wandsbek

Anwohner genervt

Durchgangsverkehr trotz Verbotsschild

Am Anfang des Braunsberger Weges steht ein Verbotsschild für alle Fahrzeuge, ausgenommen sind Radfahrer und Anlieger Foto: sim

WANDSBEK Viele Kraftfahrer nutzen die Tempo-30-Zone im Braunsberger Weg als Abkürzung zum Ring 2. Dabei steht am Anfang der Straße ein Verbotsschild für Fahrzeuge aller Art, für Radfahrer und Anlieger ist sie jedoch frei. Deshalb hatte die Bezirksversammlung Wandsbek im September 2020 beschlossen, die verkehrsberuhigte Anliegerzone deutlicher zu kennzeichnen. Die Verwaltung und das zuständige Polizeikommissariat (PK) wurden gebeten, das vorhandene Schild so aufzustellen, dass es bereits in der Allensteiner Straße, also vor dem Befahren des Braunsberger Weges ersichtlich wird.

Zudem sollte geprüft werden, wie eine Verkehrsberuhigung herbeigeführt werden kann, um einer Durchfahrt und Abkürzung zum Ring 2 die Attraktivität zu nehmen.
Das PK 37 hat in einer Stellungnahme auf die Bauarbeiten in der Allensteiner Straße hingewiesen, die voraussichtlich im Frühjahr beginnen. Im Abschluss werde geprüft, ob ein besser geeigneter oder zusätzlicher Standort des Verkehrszeichens vorhanden ist.

Außerdem sind notwendige Messungen geplant, die als Grundlage der Ergebnisse für eventuelle verkehrsberuhigende Maßnahmen dienen sollen.
Das Gebiet um den Ostpreußenplatz geriet Anfang 2018 in die Schlagzeilen. Am Bahnhof waren und sind Parkplätze rar, Anwohner und Gewerbetreibende haben kaum eine Chance, vor der Haustür eine Stellfläche zu ergattern. So weichen sie in die Umgebung aus, zum Beispiel in den Braunsberger Weg oder den Lycker Weg.
In den Wohnstraßen sind die ungebetenen Gäste nicht gern gesehen. Die Situation eskalierte damals, Autos wurden durch Kratzer im Lack beschädigt. (sim)

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