19. November 2022
Tonndorf

Zurück zu Tempo 50 auf ehemaliger B 75

Vorstoß von Rot-Grün. CDU fordert Gesamtkonzept

Tempo 60

Zwischen Oldenfelde und Tonndorf soll Tempo 60 abgeschafft werden Foto: rg

RAHLSTEDT/TONNDORF Ein Antrag von Rot-Grün will Tempo 60 in Wohngebieten wieder abschaffen. In Rahlstedt gilt die Geschwindigkeit (noch) auf der ehemaligen B75.

Im Jahr 2003 führte der damalige CDU-geführte Senat auf dem gesamten Abschnitt zwischen dem Spitzbergenweg in Meiendorf über die Bargteheider Straße und die Stein-Hardenberg-Straße in Tonndorf Tempo 60 ein. Die ehemalige B 75 ist ab der Berner Straße vierspurig. Für die zweispurige Meiendorfer Straße wurde dies 2009 wieder rückgängig gemacht. Nun wollen SPD und Grüne auch für den längerem Abschnitt wieder Tempo 50 einführen. Die Strecke durch Tonndorf, Alt-Rahlstedt und Oldenfelde führt nämlich durch Wohngebiet.

„Hohe Geschwindigkeiten im Kfz-Verkehr sorgen nicht nur für Lärm und eine geringere Sicherheit, sondern belasten auch Umwelt und Klima durch mehr CO2-Emissionen sowie Abgase und Feinstaubpartikel“, heißt es im gemeinsamen rot-grünen Antrag.

Auch mit Blick auf die derzeit notwendigen Energieeinsparungen solle überall, wo Wohngebiete betroffen sind, wieder die Regelgeschwindigkeit von 50 km/h gelten. Auf der vorgeschlagenen Liste sind auch der Poppenbütteler Weg, die Alsterkrugchaussee, der Heidenkampsweg und die Amsinckstraße. Dazu sagte Ole Thorben Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion aus Rahlstedt: „Tempo 60 in Wohngebieten ist aus einer ganzen Reihe an Gründen keine gute Idee. Wir setzen auf Verkehrssicherheit, Klima- und Gesundheitsschutz. Deshalb tritt Hamburg bei Tempo 60 im Stadtgebiet schon länger auf die Bremse.“ In Hafen-, Gewerbe- oder Industriegebieten sowie auf anliegerfreien Strecken bleibe Tempo 60 weiterhin möglich.

Kritik kommt von der CDU. Der rot-grüne Antrag benenne einige Gründe, Tempo 60 abzuschaffen, belege diese aber nicht mit Zahlen und Fakten, sagt der Rahlstedter CDU-Bezirksabgeordnete Jörn Weiske: „Durch Reduzierung der Geschwindigkeit kann sich der Verkehr auch in die Wohngebiete verlagern, was nicht gewollt ist“.

Benötigt werde ein Verkehrsentwicklungsplan für ganz Hamburg. „Verkehrliche Einzelmaßnahmen führen nicht zum Ziel“, so Weiske.

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