9. September 2020
Rahlstedt

Neu im Quartier

Stadtteilpolizisten stellen sich vor

Die Stadtteilpolizistin in Großlohe Anett Marx (54) Foto: rg

RAHLSTEDT/GROSSLOHE Anett Marx hat als Stadtteilpolizistin schon einige Erfahrung. Die 54 Jahre alte Hamburgerin war bereits achteinhalb Jahre im Bereich Rahlstedter Höhe unterwegs. „Man ist sehr dicht am Bürger. Mit Polizeiarbeit hat das nicht so viel zu tun, man ist eher so eine Art Kümmerer“, sagt sie. Und sie habe auch die Zeit, sich zu kümmern. Oftmals geht es um Nachfragen, kleine Hilfestellungen. Oft vermittelt Marx den Kontakt zu Institutionen vor Ort. „In Großlohe gibt es viele Hochhäuser und viele Kulturen. Ja, es gibt Konflikte“, sagt die Stadtteilpolizistin über ihren neuen Bereich.

Aber es gebe eben auch sehr gute soziale Strukturen und Angebote, und die würden in Großlohe auch gebraucht. Da sei etwa der Treffpunkt oder die Kirchengemeinde. „Ich freue mich, wieder etwas Neues zu machen“, sagt Anett Marx. Wichtige Voraussetzung für die Arbeit als Stadtteilpolizistin sei die Bereitschaft zum Gespräch. „Wo ich Sie gerade sehe …“ – so beginnt ein Gespräch häufig, wenn die Beamtin zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. „Man ist bekannt im Viertel“, sagt die 54-Jährige. Wichtig ist ihr der Kontakt zu den Schulen und Kitas.

Häufig hat die Stadtteilpolizistin mit Streitereien oder auch Diebstählen zu tun. Jeden Morgen informiert sie sich zunächst in der Wache über die aktuellen Vorgänge im Quartier der vergangenen 24 Stunden. Oft besucht Marx dann die Opfer von beispielsweise Trickbetrügern, um zu fragen, wie es ihnen geht. „Ich habe es meist mit normalen Bürgern zu tun, und die Reaktion ist fast immer positiv“, so Anett Marx.

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