7. Mai 2022
Rahlstedt

Mehr Platz für Geflüchtete

Ausbau des Standortes Sieker Landstraße kommt

Der Standort Sieker Landstraße soll erweitert werden Foto: rg

RAHLSTEDT Auch wenn die aktuellen Zahlen sinken: Weiterhin kommen zahlreiche Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine auch nach Hamburg. Die Sozialbehörde plant deshalb, wie das Wochenblatt bereits berichtete, den Neubau respektive Ausbau von acht Standorten. Einer davon ist die Sieker Landstraße 11.

Wie der Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter erfuhr, werden die Pläne nun konkreter. In dem ehemaligen Zollwohnheim gibt es seit sieben Jahren 56 Plätze für Flüchtlinge. Jetzt soll die öffentliche Unterbringung um 120 Plätze erweitert werden.

Auf der Freifläche vor dem alten Zollwohnheim sollen fünf zweigeschossige Containerbauten errichtet werden. Darin sollen Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht werden. Geplant sind auch Gemeinschaftsräume und Büros für das Unterkunfts- und Sozialmanagement. Die geflüchteten Kinder sollen betreut und in Schulen untergebracht werden, heißt es in einem Schreiben der Sozialbehörde an die Bezirksversammlung Wandsbek. „Durch die Erweiterung des Standorts Sieker Landstraße wird ein Beitrag geleistet, die bestehende Notlage zu mildern und die humanitäre Situation für die Geflüchteten und Schutzsuchenden aus der Ukraine in unserer Stadt zu verbessern“, sagt Buschhüter.

Das Grundstück in der Sieker Landstraße gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Im Rahmen der sogenannten Reserveflächenplanung wurde die Baugenehmigung für zwei Containerbauten bereits 2019, die für drei weitere 2021 erteilt.

Seit Kriegsbeginn hat Hamburg bereits rund 8.400 zusätzliche Plätze in städtischen Unterkünften geschaffen. Rund 15.000 Kriegsflüchtlinge werden nach Schätzungen der Innen- und Sozialbehörde kurzfristig Leistungen in Anspruch nehmen, insgesamt dürfte die Anzahl der Schutzsuchenden noch um mehrere Tausend Personen steigen.

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