12. März 2022
Rahlstedt

Das Künstlerhaus Ohlendorffturm

Eine Institution feiert ihr 20-jähriges bestehen – von Samstag, 26. März, bis Sonntag, 3. April

Die Künstler/ -innen: (v.l.) Björn v. Schlippe, Barbara Koch, Hans Heller, Tomasz Paczewski, Annette Laumann, Olav Schmidt Foto: Gunnar Schmidt

RAHLSTEDT Vor 20 Jahren gründeten Barbara Koch und Hans Heller das Künstlerhaus Ohlendorffturm in Hamburgs Osten. Viele namenhafte Künstler haben in den Atelierräumen Station gemacht und zum kulturellen Austausch im Stadtteil beigetragen. Andere Künstler des Hauses bereichern Rahlstedt heute und auch in Zukunft.

Ebenso die von Hans Heller in den vergangenen Jahren initiierten Lesungs- und Konzertprojekte. Seit 20 Jahren finden in loser Abfolge Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Filmabende statt und einmal jährlich an einem Wochenende das „Offene Atelier“. Die Besucher kommen aus Rahlstedt und dem weiteren Hamburger Osten, aber auch aus dem Hamburger Stadtgebiet. Das Künstlerhaus Ohlendorffturm ist mittlerweile eine Institution und ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Rahlstedt.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Künstlerhauses Ohlendorffturm öffnen die Künstler/-innen ihren Fundus und präsentieren erstmalig Arbeiten aus einigen Jahrzehnten, die bisher kaum in der Öffentlichkeit gezeigt wurden.

Der Schauspieler Hans Heller und LitEnsemble zeigen zum Jubiläum noch einmal vier besonders erfolgreiche Lesungs- und Konzertprojekte der vergangenen Jahre.

Die Ausstellungen sind geöffnet:
♦ Samstag 26.3. von 17-20 Uhr und Sonntag 27.3. von 11-18 Uhr
♦ Samstag 2.4. von 17-20 Uhr und Sonntag 3.4. von 11-18 Uhr

Die Künstlerin:
Barbara Koch hat an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig studiert und ist seit 1987 freischaffende Künstlerin im eigenen Atelier. Sie gründete 1991 eine Malschule in Hamburg-St. Pauli und ist, bei der Gründung des Künstlerhauses, mit der Malschule 2001 ins Künstlerhaus nach Rahlstedt umgezogen.

Zu den Tagen des Offenen Ateliers zeigt sie Kunst aus verschiedenen Werkphasen der letzten 30 Jahre, die teilweise selten zu sehen waren: Erdbilder, Menschenherden, Flora und Landschaften. Ihre Arbeiten befinden sich im öffentlichen Besitz und privaten Sammlungen,
www.barbara-koch.eu.

Björn von Schlippe arbeitet seit zehn Jahren im Künstlerhaus und ist seit 1992 freiberuflich als Künstler und Illustrator tätig. In seinem Atelier präsentiert er zu diesem Jubiläum, einen Querschnitt seiner Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten, viele davon erstmalig. Dabei überrascht die extreme Bandbreite seiner Werke. Zu sehen sind frühe Auftragsbilder aus seiner Arbeit als Illustrator und erste Kartoncollagen – die Anfänge des nach ihm benannten Kartonismus, www.kartonismus.com.

Tomasz Paczewski der Maler und Grafiker Tomasz Paczewski, der seit fünf Jahren im Künstlerhaus arbeitet, zeigt zum Tag des Offenen Ateliers eine Auswahl seines druckgrafischen Werks. Er nennt die Grafik seine „Muttersprache“. Zum ersten Mal kann man in seinem Atelier Grafiken aus den letzten drei Jahrzehnten sehen.

Tomasz Paczewski ist geboren und aufgewachsen in Warschau, wo er an der Akademie der Schönen Künste studierte. Seit 30 Jahren lebt und arbeitet er in Norddeutschland. Nach seinem Studium der Freien Kunst in Hannover wurde er Meisterschüler bei Prof. Redeker. Er hatte Lehraufträge an der Universität, an der HAWK in Hildesheim und erhielt nationale und internationale Preise und Stipendien. Seine Arbeiten sind vertreten in öffentlichen und privaten Sammlungen, www.paczewski.de.

Olav Schmidt ist vor 15 Jahren mit seiner Zimmerei aus Berlin nach Hamburg ins Künstlerhaus umgezogen. Er zeigt in der Werkstatt einen Querschnitt seiner Bautätigkeiten in Rahlstedt und Umgebung.

Annette Laumann, Physiotherapeutin und Osteopathin, lebt seit Nov. 2021 im Künstlerhaus.

Hans Heller und Litensemble zeigen:
♦ Samstag, 26.3.2022, 20 Uhr: „Travelling Light: Leonard Cohen“
Der kanadische Lyriker und Sänger Leonard Cohen (1934 –2016) hat unzählige poetische Songs geschrieben und gesungen, mit denen er weltweit berühmt wurde. Die Texte sind bitter und zärtlich, versponnen und scharf. Seine Themen – Liebe, Tod, Sehnsucht, Fragen nach Lebenssinn und Religion, den politischen Wandlungen der Zeit.

Die Sängerin Marie-Luise Böning singt Songs von Leonard Cohen, begleitet vom Gitarristen Jens Fischer. Hans Heller und Astrid Kramer lesen aus Cohens Texten und aus Interviewpassagen.

♦ Sonntag, 27.3.2022, 18 Uhr: „Mein Land in Deinen Augen
Pablo Neruda und Matilde Urrutia“ – Skizzen ihres Lebens

Der chilenische Dichter Pablo Neruda (1904–1973) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern des 20. Jahrhunderts und wurde 1971 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Salvador Allende schrieb: „In Nerudas Dichtung ist ganz Chile gegenwärtig, mit seinen Flüssen und Bergen, dem ewigen Schnee und den glutheißen Wüsten. Über alle Dinge aber stellt er den Menschen, den Mann und die Frau. Darum ist in seiner Dichtung die Liebe und der Kampf.“ Matilde Urrutia (1912–1985) war seine Liebe des Lebens. Es singt die venezolanische Sängerin Maíren Tamár Hernandez begleitet von dem spanischen Gitarristen Angel García Arnés.

Hans Heller und Astrid Kramer lesen aus Gedichten und biografischen Texten.
♦ Samstag, 2.4.2022, 20 Uhr Eine Welt ist nicht genug Science-Fiction-Klassiker
Musikalische Lesung mit Livemusik und Geschichten aus der Welt der klassischen Science-Fiction. Einige kennt jeder: „Die Reise zum Mond“, „Die Zeitmaschine“, „1984“, „Metropolis“, „Star Wars“ … und weitere skurrile, schräge, ausgesprochen komische oder völlig wirre Blicke in die Zukunft – oft in parallele Welten, die mit unserer Gegenwart nur sehr am Rande zu tun haben. Lassen Sie sich entführen in parallele Welten aus Klängen, Ideen, Musik und Geschichten, die Sie so noch nie erlebt haben. Es liest Peter Kaempfe, Musik und Sounddesign Jens Fischer. Ein Abend mit, im besten Sinne des Wortes: „Zukunftsmusik“.
♦ Sonntag, 3.4.2022, 18 Uhr

Der Zauberer aus dem Wandschrank Erik Satie (1866–1925) französischer Komponist
Er lebte in einem Zimmer, so groß wie ein Wandschrank. Nur im Liegen, auf seinem Bett, konnte er komponieren. Verborgen hinter Ironie, arm an Geld, aber reich an Witz verwandelte er 9 m³ Enge in einen Reichtum für die Musik. Er wurde nicht nur durch seine Musik bekannt, sondern auch wegen seines unkonventionellen Auftretens, seines Witzes, den exzentrischen Musiktiteln und der skurrilen Texte. In Briefen und in einer Fülle von Schriften, die fantasievoll und ironisch, rachsüchtig und zart sind, ist neben seiner Musik ein zweites, kaum wahrgenommenes Werk entstanden. Aus z.T. unveröffentlichten Briefen und Texten lesen Astrid Kramer und Hans Heller. Natascha Böttcher spielt die prononcierten und poetischen Musikstücke auf dem Akkordeon.

♦ Karten für die Abendveranstaltungen 15 Euro
♦ Kartenvorbestellung: info@hans-heller.de oder T 040-319 66 13
Reservierung erforderlich

Künstlerhaus Ohlendorffturm, Am Ohlendorffturm 36, www.kuenstlerhaus-ohlendorffturm.de

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