20. November 2021
Rahlstedt

Bald fährt der Bus durch die Wohnstraße

Anwohner beunruhigt: Ist Boytinstraße breit genug

Durch die Boytinstraße fährt bald die Metrobuslinie 16 Foto: rg

RAHLSTEDT Eher durch Zufall bekamen die Anwohner der Boytinstraße mit, dass schon ab dem 12. Dezember die verlängerte Metrobuslinie 16 dort fahren wird. Arbeiter entfernten die Farbe zweier markierter Parkstände von der Fahrbahn, um für die Gelenkbusse Platz zum Abbiegen in den Doberaner Weg zu schaffen.

Dort, schräg gegenüber des Bussteigs, wird gerade eine Haltebucht für die Busse gebaut. Die Boytinstraße sei viel zu eng, findet auch Anwohner Helmut Lacher: „Das wird eine Katastrophe! Wir können dann nicht mehr auf den Balkonen sitzen.“ Schon jetzt sei die Boytinstraße von einer Wohn- zur Durchgangsstraße Richtung Unterführung geworden.

Lacher stört vor allem eins: „Wir Anwohner wurden nicht mit einbezogen.“ Alternativen seien nicht geprüft worden. Die Anwohner trafen sich bereits zwei Mal, sammelten Unterschriften. Ihre Argumente trugen sie jetzt der Bezirkspolitik vor. Die Verkehrssicherheit sei gegeben, ein Durchfahrtstest mit einem Gelenkbus sei ohne Probleme verlaufen, argumentierte die Polizei im Regionalausschuss Rahlstedt. Der Test habe an einem Sonntag stattgefunden, kritisierten die Anwohner.

Von den Parteien kam viel Verständnis, ebenso im Ausschuss für Mobilität und Wirtschaft. Dort sicherten SPD und CDU zu, an einem Gespräch teilzunehmen. Vertreter des HVV betonten lediglich, alles sei abgestimmt. Und: Vor einiger Zeit sei ja schon einmal der Bus durch die Boytinstraße gefahren. Ähnlich äußerte sich auf Anfrage auch der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Ole Thorben Buschhüter, der selbst in der Boytinstraße wohnt. Es gehe zudem nur um drei Busse in der Stunde, und künftig würden immer mehr davon einen leisen, abgasfreien Elektroantrieb haben. „Politisches Ziel ist es, den Busverkehr auszubauen“, so Buschhüter. Deshalb müssten Linien auch durch Straßen führen, wo es vorher keine Busse gab.

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