30. April 2021
Rahlstedt

Jetzt alles neu im Jugendpark

Mahnmal endlich saniert, neue Wandsebrücke fertig

Auch die neue Wandsebrücke ist fertig Foto: rg

RAHLSTEDT So ganz ohne Bauzaun wirkt das historische Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges noch etwas ungewohnt. Alle Steine sind wieder an ihrem Platz, alles ist neu verfugt.

Seit November hatte eine Fachfirma das marode Bauwerk aus dem Jahr 1926 denkmalschutzgerecht saniert. „Auf die Restaurierung des Denkmals haben wir lange hingearbeitet und dafür einen langen Atem gebraucht“, sagt der Rahlstedter SPD-Bezirksabgeordnete Michael Ludwig. Auch der damalige CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Karl-Heinz Warnholz hatte sich seit 2015 immer wieder für eine Sanierung eingesetzt.
„Die Sanierung des Kriegerdenkmals war aus kulturhistorischer Sicht wichtig. Denkmale zu schützen bedeutet, an Geschichte und an den Zeitgeist zu erinnern, den die Menschen damals erlebt haben“, ergänzt die SPD-Bezirksabgeordnete Carmen Hansch. Nun soll noch eine erklärende Tafel am sanierten Denkmal angebracht werden. Das hatte der Regionalausschuss Rahlstedt einstimmig beschlossen.

„Bei vielen Kriegsdenkmälern aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wird lediglich der deutschen Soldaten und nicht der Opfer aus anderen Ländern gedacht. Dabei wird auch nicht nach Tätern und der Verantwortlichkeit für Kriegshandlungen gefragt“, sagt dazu die grüne Bezirksabgeordnete Katja Rosenbohm.
Die Gesamtkosten der Instandsetzung betrugen laut Bezirksamt Wandsbek 72.000 Euro. Aber auch am anderen Ende des Jugendparks hat sich etwas getan. Die marode Fußgängerbrücke Jahrgang 1981 über die Wandse an der Altrahlstedter Kirche wurde durch eine neue ersetzt. Diese war vorgefertigt worden und wurde nun auf die bestehenden Lager gehoben. Die Breite beträgt wie zuvor zwei Meter. Die Brücke verbindet die Rahlstedter Straße mit dem Kombi-Bad, dem Waldspielplatz, den RSC-Sportanlagen und der Polizei.

Auch die neue Wandsebrücke ist fertig Foto: rg

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