28. August 2021
Rahlstedt

Fährten in die Vergangenheit

Rahlstedter Jahrbuch 2021 ist erschienen

Das neue Rahlstedter Jahrbuch Foto: wb

RAHLSTEDT Die Rahlstedter Kulturwochen musste der Kulturverein corona-bedingt auch in diesem Jahr absagen. Das Rahlstedter Jahrbuch für Geschichte und Kultur aber erscheint wie gewohnt. Anfang September ist es zu haben – mit vielfältigen Angeboten, den Spuren der Vergangenheit nachzugehen.

Manchmal sind es breite Fährten, die Personen oder Familien hinterlassen haben. Andererseits hat es das längst aus dem Stadtbild verschwundene Central-Hotel diesmal aufs Titelbild geschafft, weil ein winziger Satz auf einer Postkarte darauf verweist, dass hier im Clubzimmer einst „fein Klavier gespielt“ wurde.

Zum Auftakt erinnert das Jahrbuch 2021 an den Maler Walter Götzmann, der in den 1960er- und 70er-Jahren in Rahlstedt lebte und arbeitete. Im Zentrum des Artikels „Liliencron: Pest, Cholera und Literatur“ steht die Cholera-Epidemie in Hamburg, die Liliencron 1892 miterlebte und die ihn zu einem Gedicht inspiriert hat.

Ein historischer „Spaziergang entlang der Wandse nach Lohe“ verarbeitet Dokumente aus dem Archiv des Rahlstedter Kulturvereins. Auch der Text „Neu-Rahlstedt 1913“ geht auf historische Fundstücke wie Adress- und Protokollbücher, Fotos und Schriften zurück: Sie bilden die Basis für kleine Erzählungen aus dem Alltag in jenem letzten Jahr vor dem 1. Weltkrieg.

Schließlich kommt aus dem 17. und 18. Jahrhundert die Rahlstedter Bauernfamilie Hinsch ins Bild – mit einer wahrhaftigen Pionierin im Amt der vormals nur männlichen Kirchspielvögte und Generalzollpächter. Ganz zum Schluss wechselt das Jahrbuch ins Plattdeutsche: „Ut mien Kinnertiet“ – Erinnerungen an eine Oldenfelder Kindheit im 2. Weltkrieg und in der Nachkriegszeit.

Das Jahrbuch erscheint in Kooperation zwischen dem Rahlstedter Kulturverein und dem Hamburger Wochenblatt. Es wird kostenlos verteilt. Ausgabestellen sind wieder: Buchhandlung Heymann im Rahlstedt Center, Bücherhalle Rahlstedt, Zeitschriftenhandel Schabani und Kulturzentrum BiM.

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