28. August 2021
Oldenfelde

Lärmschutz am U-Bahnhof

CDU will Situation der Anwohner verbessern

Viele Anwohnerinnen und Anwohner in Oldenfelde fordern mehr Lärmschutz Foto: CDU

OLDENFELDE Seit Dezember 2019 ist der neue Halt der U-Bahn-Linie 1 in Oldenfelde in Betrieb. Damit sind die Wohngebiete beidseits der Gleise besser an den Nahverkehr angeschlossen, der neue Durchgang verbindet die Quartiere. Bei den Anwohnerinnen und Anwohnern wird der neue Halt befürwortet, es gibt aber auch im östlich angrenzenden Wohngebiet immer wieder Beschwerden über Lärm durch die U-Bahn.

Im Vergleich zu der Zeit, als die Züge noch zwischen Berne und Farmsen durchfuhren, habe die Lärmemission zugenommen, so die Kritik: Dazugekommen sind An- und Abfahrgeräusche, das Schließen der Türen samt Warnton sowie die Haltestellenansagen.

Diese seien bis weit ins Wohngebiet zu hören, dazukomme das sogenannte Spurenkreischen: ein sehr unangenehmes Quietschen, das bei bestimmten Witterungsverhältnissen entsteht. Dann berührt der Spurkranz der U-Bahn-Züge den Schienenkopf bzw. die Laufflächen des Rades rutschen quer über die Schienenoberfläche. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat sich des Themas angenommen und rund 70 Oldenfelder Bürgerinnen und Bürger befragt. „Auch wenn der U-Bahnhof Oldenfelde die Anbindung an den ÖPNV verbessert, haben die Bürgerinnen und Bürger im direkten Umfeld das Recht auf ein Wohnumfeld ohne erhöhte Lärmbelästigung“, sagte der Rahlstedter CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Eckard Graage.

Gesundheitsgefährdend

„Gerade die Lautsprecherdurchsagen in der Nacht oder das sogenannte Spurenkreischen verringern das Wohlbefinden immens und können langfristig auch zu Krankheiten führen“, so Graage weiter. Haltepunkt sei nach Westen mit einer Sichtwand versehen, nach Osten hin jedoch völlig offen, heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion. Der Senat wird darin ersucht, mit dem HVV weitere Lärmschutzwände zu prüfen. Außerdem sollen die Bereiche ermittelt werden, in denen es zum Spurenkreischen kommt. Geeignete technische Gegenmaßnahmen sollen geprüft werden.

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