2. Juli 2022
Meiendorf

Wärmepumpe statt Gasheizung

Grüne beantworten Fragen zum Thema erneuerbare Energien

Christa Möller-Metzger und Johannes Müller von den Grünen

MEIENDORF Heizen und Warmwasser verbrauchen viel fossile Energie. „Durch den geplanten Umstieg auf erneuerbare Energie ist die Wärmepumpe vom Nischen- zum Trendprodukt geworden“, sagte die Rahlstedter Bürgerschaftsabgeordnete Christa Möller-Metzger im gut besuchten Bürgerhaus in Meiendorf.

Technisch gesehen funktioniert das Aggregat wie ein Kühlschrank, produziert aber aus der thermischen Energie der Umgebung Wärme statt Kälte. Dabei wird allerdings Strom verbraucht – der aber kann künftig aus erneuerbaren Quellen kommen. „Wärmepumpen können klimaneutral und bezahlbar Wärme produzieren“, erläuterte der energiepolitische Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion Johannes Müller. Die Betriebskosten seien abhängig davon, wie gut ein Gebäude gedämmt ist. Grundsätzlich funktioniere die Technik aber auch in Altbauten. Eine Anlage kostet etwa 20.000 Euro, und damit deutlich mehr als eine neue Gasheizung. Die Anschaffung wird aber mit bis zu 45 Prozent staatlich gefördert. Johannes Müller verwies auf die heftig gestiegenen Gaspreise, auch CO2 werde höher bepreist.

Es wird günstiger

„Die Wärmepumpe ist schon jetzt günstiger als Gas, und der Abstand wächst“, so der Grüne. Benötigt werden allerdings große Heizkörper, die auch kleine eingebaute Lüfter haben können. Die Pumpe schaffe bei Warmwasser bis zu 60 Grad. Für den Notfall sei ein Heizstab eingebaut, der meist jedoch nur an wenigen Tagen im Winter genutzt werde. Eine Kombination Wärmepumpe plus Gaskessel hält Johannes Müller für nicht sinnvoll. Der Betrieb sei sehr leise, erfuhr das Publikum.

Ein Hausbesitzer berichtete von eher schlechten Erfahrungen mit seiner 2009 gekauften Wärmepumpe. Die Technik habe sich seitdem verbessert, antwortete der grüne Experte. Das Hauptproblem sei, überhaupt qualifizierte Handwerker zu finden, so ein anderer Zuschauer. Wer Interesse an einer Wärmepumpe hat, sollte sich auf jeden Fall von einem Energieberater helfen lassen. Es gibt auch die Energielotsen der Stadt, die gratis beraten.

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