10. April 2021
Hohenhorst

Helfer für U99-Angebot gesucht

Seniorenarbeit im Haus am See soll weitergehen

Barbara Petersen und Torsten Höhnke brauchen Unterstützung

HOHENHORST/JENFELD „In den Corona-Beschlüssen der Ministerpräsidenten steht kein Wort über offene Seniorenarbeit“, sagt Barbara Petersen, die sich für das Projekt „U99“ im Haus am See engagiert: „Wir müssen abwarten, was uns das Bezirksamt erlaubt.“ Mit anderen Worten: Offene Seniorenarbeit findet in Hohenhorst derzeit nicht statt. Vor Corona gab es ein eng getaktetes Programm: Montags offenes Café mit Kuchen und Klönschnack, dienstags Boule spielen, mittwochs Malen und Donnerstag Gesellschaftsspiele. Alles betreut von Ehrenamtlichen. „Wir bemerken viele Zeichen von Vereinsamung, viele Senioren leben allein Was fehlt, ist der menschliche Kontakt“, sagt Petersen.

Und nun hat auch noch die Betreuerin der Spielgruppe aufgehört – jetzt wird Ersatz gesucht. Vorgaben, auch in puncto Alter, gibt es nicht. Die Coronaregeln müssen vermittelt werden, ansonsten sind Ideen gefragt. „Die Chemie in der Gruppe muss stimmen, man muss sich darauf einlassen“, sagt Petersen. 45 regelmäßige Spieler hatte die Gruppe, deutlich mehr Frauen als Männer. Nach Corona soll es bald weitergehen. Es wird auch eine Aufwandsentschädigung gezahlt. „Die Gruppe liegt mir besonders am Herzen. Und man kann ja auch online spielen“, sagt Torsten Höhnke, Chef des Mehrgenerationen Hauses in Hohenhorst.

Auch hier gebe es zwei große Themen: Vereinsamung und Digitalisierung. „Einige Bevölkerungsgruppen sind abgehängt. Manche trauen sich gar nicht an die Technik heran“, sagt Höhnke: „In diese Lücke wollen wir hineinstoßen.“ Geplant sei der Kauf von Tablets, Computerkurse auch für Senioren sollen angeboten werden. „Vielleicht können wir die Hemmschwelle senken“, ergänzt Barbara Petersen. Interessenten können sich melden direkt im Haus am See, Schöneberger Straße 44, per Mail unter info@haus-am-see-hohenhorst.de oder unter T 668 514 10.

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