17. Mai 2021
Großlohe

Pläne für ein modernes Ortszentrum

Planungsausschuss greift Ideen der Bürger auf

Xavier Wasner (SPD, l.) und Jan-Hendrik Blumenthal (Grüne) vor dem alten Einkaufszentrum Großlohe

GROSSLOHE Knapp vor dem ersten Corona-Lockdown hatte es eine öffentliche Plandiskussion im Stadtteil gegeben. Fazit: Die Idee, das marode Einkaufszentrum in Großlohe abzureißen und neu zu errichten, fand allgemeine Zustimmung.

Geplant sind rund 200 neue Wohnungen über den Läden, eine Kita sowie attraktive Begegnungsräume und Spielstätten. Doch der Teufel steckt wie immer im Detail, und zahlreiche Ideen und Kritikpunkte kamen im Februar 2020 zusammen. Dazukam auch noch ein Wechsel des Investors. Das Bebauungsplanverfahren für das Ortszentrum Großlohe wird fortgeführt, beschloss jetzt der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek.

„Der Abriss tut niemandem weh. Dafür entsteht ein Identifikationspunkt für Großlohe“, sagt Xavier Wasner, Stadtplanungsexperte der SPD-Fraktion. „Vor allem wollen wir hier eine vernünftige Aufenthaltsqualität. Einige Kritikpunkte am ersten Entwurf wurden entsprechend geändert“, ergänzt Jan-Hendrik Blumenthal, Fachsprecher für Stadtentwicklung der Grünen. So war der zentrale Platz als zu eng und dunkel kritisiert worden, nun soll er großzügig gebaut werden mit einer Öffnung zur Stapelfelder Straße. Auch die Themen Beleuchtung und Sicherheit flossen in den neuen Entwurf ein, es soll eine öffentliche Toilette geben.

Geplant sind zudem Klinkerfassaden, insgesamt viel Grün und möglichst wenig Autoverkehr. „Die Bürgerbeteiligung hat sich gelohnt“, sagt Xavier Wasner. Auch Jan-Hendrik Blumenthal freut sich auf den Neubau: „Wir haben hier eine riesige, eingeschossige und bereits versiegelte Fläche. Die nutzen wir nun, um in die Höhe zu bauen.“ Es soll mehr als ein Nahversorgungszentrum entstehen, vielmehr ein modernes Ortszentrum für Großlohe. Ähnliche Pläne gibt es auch für das Hegeneck und den Berliner Platz, am Spitzbergenweg steht bereits der Rohbau.

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