20. Januar 2023
Ausgabe Rahlstedt

Aus der Pandemie auch gelernt

Neujahrsempfang beim AMTV. Neuer Vorsitzender, neue Ausrichtung

Viel politische Prominenz beim Neujahrsempfang des AMTV Foto: rg

RAHLSTEDT Nach zwei Jahren Pause kamen rund 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport zum Neujahrsempfang ins AMTV-Zentrum. Es sei viel passiert seit dem letzten Mal, sagte der neue Erste Vorsitzende Patrick Minx. Die Pandemie habe letztlich auch Positives gebracht. So sei der AMTV einer der ersten Sportvereine gewesen, der Onlinetraining anbot.

Die Umsetzung der Maßnahmen im Verein mache ihn stolz, so Minx: „Es haben zwar 1.500 Mitglieder den AMTV verlassen, aber 4.000 sind eben auch geblieben.“ Mittlerweile habe man fast das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht. Der Krieg in der Ukraine habe eine Welle der Menschlichkeit in Rahlstedt ausgelöst, so Minx.

Familien entlasten

Der Verein habe spezielle Angebote für Kriegsflüchtlinge auf die Beine gestellt und im Übrigen dankbar für die finanzielle Unterstützung der Stadt. Jetzt sei man dabei, sich neu aufzustellen: Von der frühkindlichen Erziehung und Ganztag über Inklusion bis zum Rehasport. „Wir wollen Familien entlasten, aber auch Talente erkennen und fördern“, versprach der Erste Vorsitzende.

Zuversicht behalten

Inflation, Energiekrise und Unsicherheit: „2023 wird erneut ein herausforderndes Jahr“, sagte dann der Hamburger Sportstaatsrat Christoph Holstein. Man müsse aber dennoch die Zuversicht behalten. Der Sport habe Corona gut überstanden, so der Staatsrat: „Wir wollten keinen Verein verlieren.“ Deshalb habe die Stadt 30 Millionen Euro Hilfen bereitgestellt, nun gebe es neun Millionen Euro in der Energiekrise. „Wir müssen die positiven Effekte des Sports noch bekannter machen“, gab Holstein den Rahlstedtern mit auf den Weg.

Auch Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel lobte die integrative Kraft des Sports. Deshalb müssten nicht nur die Stadt, sondern auch der Bund und die Wirtschaft für neue Sportstätten Geld geben. Im Bereich Sporthallenbau setze die Stadt auf Schulbau Hamburg: Dort würden Vereine bei der Planung unterstützt.

Und: Auch weiterhin könnten Vereine die Schulsportstätten kostenlos mitnutzen.

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