19. November 2022
Tegelsbarg

Am eigenen Lebensweg arbeiten

Das Projekt BEO bietet Orientierung und Hilfe

Tischler

Jürgen Kruse lehrt auch den Umgang mit Tischkreissägen und Werkbank: „Jeder bekommt eine Chance, an seinem Leben zu arbeiten und Perspektiven zu finden“ Foto: blu

TEGELSBARG Jürgen Kruse weiß, wie die Jugend „tickt“. Seit 16 Jahren leitet er das Projekt BEO, eine Beratungsstelle für Jugendliche und Jungerwachsene im Bereich Berufsorientierung.

Hunderte junger Menschen hat Kruse auf ihrem Lebensweg begleitet. Zum Jahresende geht er in Rente, doch bisher ist kein Nachfolger in Sicht. „Es muss unbedingt weitergehen, denn der Nachwuchs braucht Assistenz“, betont der Sozialpädagoge. „Satter“ und bequem seien viele Jugendliche geworden, hätten Versagensängste, aber auch Probleme, aktiv zu werden, wenn es um Bewerbungen, Praktikums- und Ausbildungsplätze geht. „Beim Projekt BEO erhalten sie Hilfe, solange sie mitarbeiten“, sagt Kruse.

In der gut ausgestatteten Holzwerkstatt auf dem Gelände des Bauspielplatzes im Högenbarg haben sie die Möglichkeit, sich auszuprobieren. „Vom Hocker bis zum Billardtisch haben wir einige Möbelstücke gebaut und mancher hat das Handwerk als Zukunft für sich entdeckt“, berichtet Jürgen Kruse. In Kooperation mit der Stadtteilschule Poppenbüttel gibt es auch Kurse im Ganztagsbereich.

Dennis Finnern vom Jugendhilfeträger „Initiative Aktivspielplatz Tegelsbarg e.V.“ hofft, dass die Nachfolge von Jürgen Kruse zügig geklärt wird. Gesucht wird ein/e Sozialpädagog/in in unbefristeter Vollzeit mit handwerklichem Geschick. „Wir bieten ein familiäres Umfeld, einen großen Gestaltungsspielraum in einem etablierten Stadtteilprojekt, Erfolgserlebnisse und pure Dankbarkeit.“

Interessenten bewerben sich per Mail an bewerbung@iat-hamburg.de Infos unter T 606 26 55

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