6. November 2021
Ausgabe Langenhorn

Nikodemuskirche wird geschlossen

Neue Nutzung schon in Sicht

Die Nikodemuskirche in Fuhlsbüttel soll geschlossen werden. Pläne für die Nachnutzung gibt es bereits Foto: Grell

Die Nikodemuskirche in Ohlsdorf an der Fuhlsbüttler Straße soll geschlossen werden. Pläne für die Nachnutzung gibt es bereits Foto: Grell

OHLSDORF Die Nikodemuskirche der ev.-lutherischen Gemeinde Ohlsdorf-Fuhlsbüttel soll jetzt endgültig geschlossen werden. Auf der Gemeindeversammlung Ende Oktober wurde noch einmal ausführlich über die Situation der Gemeinde und die Finanzen berichtet, gleichzeitig aber auch schon ein Konzept für die Nachnutzung der Kirche vorgestellt, welches ein Kunstprojekt und regelmäßige Ausstellungen beinhalten soll.
„Noch haben wir nicht unterschrieben, aber die Pläne liegen bereits vor“, so Pastor Bernd Müller-Teichert. Der Träger für Kunst- und Kulturveranstaltungen und die Kirche stecken zurzeit noch in abschließenden Verhandlungen. Für diese Option würde die Nikodemuskirche mit dem gesamten Ensemble erhalten bleiben und keines der Gebäude abgerissen werden. „Diese Lösung würde keinen Verkauf der Gebäude oder des Grundstücks bedeuten“, so Teichert, sondern eine Verpachtung über Erbbaurecht. Die Kita bliebe dann vor Ort und die Kirche würde der Öffentlichkeit durch Kunstausstellungen zugänglich bleiben, freut sich Teichert über die aktuellen Pläne, die für das Kirchenschiff und die anliegenden Gebäude in Aussicht stehen. Das Gemeindehaus werde damit langfristig zu einem Zentrum für Forschung und Sammlung von moderner Kunst.

Trauer und Ärger

„Mir ist bewusst“, so Bernd Müller-Teichert, „dass so eine Aufgabe einer alteingesessenen Kirche im Stadtteil Trauer und auch Ärger hervorruft, aber wir sind froh, mit dieser Verpachtung dann das Ensemble dem Stadtteil erhalten zu können“. Der Förderverein hat sich seit Beginn der Diskussionen um die beiden Standorte St. Marien und Nikodemus gegen eine Schließung ausgesprochen und verschiedene Vorschläge zur Rettung der Gemeindearbeit an beiden Standorten aufgezeigt. Nach aktuellem Stand wird es dazu wohl aber nicht mehr kommen, denn Pastor Bernd Müller-Teichert spricht bereits von dem Tag, an dem die Glocken aus der Kirche getragen werden.

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